Um die Ortsdurchfahrt von Wartmannsroth ging es in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag. Ohne Beschluss sammelte Bürgermeister Jürgen Karle Anregungen aus dem Kreis der Ratsmitglieder, um sie dem Straßenbauamt Schweinfurt als Vorschlag für die Planung weiterzugeben.

Mehr Verkehrssicherheit

Im Gespräch war zum Beispiel ein Verkehrskreisel an der Einmündung der KG 27 und "Am Häg" in die Staatsstraße St 2302 (Hauptstraße). "Das bringt mehr Verkehrssicherheit", meinte Joachim Lutz. Vor allem für die Kinder. "Und man könnte die Verkehrsinsel schön begrünen", schlug Astrid Mützel vor. Für mehr Sicherheit für die Kids könnte auch ein Zebrastreifen dienen, zitierte sie eine Anregung des örtlichen Kindergartens St. Andreas. Auch über eine Verlegung von Bushaltestellen wurde nachgedacht, weil sich schon seit geraumer Zeit Anwohner über ihre verschmutzten Häuserwände beschwerten, die von den Linienbussen wetterbedingt verursacht würden.
In das Blickfeld gerieten auch die breite Einmündung der Unteren Dorfstraße und die Rathauskurve samt Schutzplanke. "Vielleicht kommt ein Verkauf zustande den sowohl der Anwohner als auch die Gemeinde akzeptieren kann", hofft Karle. Dann könnte auch eine elegantere Straßenführung gelingen. Allerdings wäre dann noch die Frage zu klären, was mit dem Steinhäuschen geschehen soll. Auch die Zufahrt zum Rathausplatz inklusive behindertengerechtem Parken müsse angegangen werden. Weiterhin machten sich die Räte über Geh- und Radwege ihre Gedanken.
"Unsere Bauvorschriften sind völlig überaltert", stellte Karle fest. Ein zeitgemäßes Haus im modernen Baustil komme nach alten Bebauungsplänen nicht ohne eine handvoll Befreiungen von den Festsetzungen aus. So zum Beispiel von Dachform, Kniestock, Wandhöhe, Geschossanzahl und Ausrichtungsmaßen. Außerdem seien die alten Vorschriften aus einer Zeit, in der für große Familien geplant wurde, nicht aber für Ein- oder Zweipersonenhaushalte.

Bebauungspläne

Ins Blickfeld gerieten die Bebauungspläne Tannenberg (Windheim); Bornhecke (Völkersleier) und Urles (Schwärzelbach). Wann sind Baugrenzen und Baulinien sinnvoll? Wie kann die Gemeinde Anreize schaffen, damit die Baulücken im Ortskern besser genutzt werden? Mit diesen Fragen will Karle zum Bauamt gehen. Und dann wird in den Vorschriften ausgemistet.
Als zu teuer wurde eine erste Kostenschätzung für die Umgestaltung des Schwärzelbacher Friedhofs erachtet: 75 000 Euro. Da wurde lieber die Spende des Ratsmitglieds Christian Kohlhepp begrüßt, der dem Weiher in Schwärzelbach einen schicken Holzzaun verpasste. Karle bedankte sich im Namen der Gemeinde.