Die erste Wasserversorgung mit sieben Quellen und dem Kohlbrunnen gab es im Jahr 1906, also vor 110 Jahren. Im Hammelburger Jubiläumsjahr war das für die Stadtwerke Hammelburg Grund genug, selbst ein Jubiläum zu feiern. Der Betrieb präsentierte sich bei einem Tag der offenen Tür den Besuchern.

"Der Tag der offenen Tür passt gut zu unserem Jubiläumsjahr 1300 Jahre Hammelburg", meinte Bürgermeister Armin Warmuth (CSU), zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke. Die Trinkwasserversorgung sei von existenzieller Bedeutung.

Außerdem gehören die Versorgungen mit Strom, Gas, Fernwärme und Breitbandinternet über die Tochter Hab-Net sowie das städtische Schwimmbad zu den Aufgaben der Stadtwerke. Rund 60 Mitarbeiter sind dort tätig. Warmuth betonte: "Die Stadtwerke sind ein wichtiger Partner in unserer Region."

Die Besucher staunten über die ausgestellten, alten Trinkwasserleitungen, die im Laufe verschiedener Sanierungsarbeiten erneuert wurden. Verrostet, verrottet und unglaublich verbogen waren die Rohre. In einem Fall hatten Baumwurzeln es geschafft, die Trinkwasserleitung komplett zu verbiegen.


Drei Ausbauphasen

Aber auch eine Besichtigung des Wasserwerks Ganstal war möglich. Besucher Jürgen Schmitt war dankbar für den Einblick und die sachkundige Erklärung: "Diese Türen wären im Normalfall für mich verschlossen." Wer mehr über die Historie der Wasserversorgung erfahren wollte, konnte sich auf einen etwa acht Kilometer langen Fußmarsch rund um Hammelburg machen oder das Buch zum Thema von Dieter Vogler lesen.

Nach der ersten Wasserversorgung kam 1956 eine zweite Wasserversorgung mit Hochstein, dem Hochbehälter Ofenthaler Weg und dem Pumphaus, dem heutigen Vereinshaus der Musikinitiative. Die dritte Wasserversorgung entstand in Jahr 2000 mit dem Wasserwerk im Ganstal und etlichen Brunnen im Thulbatal.

Weitere Brunnen liefern aus den verschiedenen Ortsteilen genug Trinkwasser für das Netz mit insgesamt zwölf Hochbehältern im Stadtgebiet. "Wasser ist Leben", betonte Norbert Kühnl, Geschäftsführer der Stadtwerke. Trinkwasser sei ein preiswertes Lebensmittel und dank seiner stetigen Überprüfung auch ein sehr sicheres. Der Film- und Fotoclub Westheim hatte einen Videofilm zum Thema Wasserversorgung gedreht, der die Bewunderung der Besucher fand.

"Wasser ist Leben" war auch das Motto eines Malwettbewerbs, an dem 80 Kinder und jüngere Schüler teilgenommen hatten. Gespannt waren die jungen Künstler auf ihre Bewertung. Kühnl lobte: "Alle 80 haben sich Gedanken über das Thema Wasser gemacht und tolle Zeichnungen abgeliefert." Die zehn Besten erhielten eine Belohnung. An der Spitze stand Lina Höfling (11) aus Gauaschach.

Die Kolpingfamilie erfreute Kinder und Jugendlichen mit einem Trampolin. Weiteres Spielgerät gab es vom Kreisjugendring. Die Hammelburger Volleyball-Mannschaft, die von den Stadtwerken gesponsert wird, gab eine Autogrammstunde.