Kaum als Provisorium - noch ohne Hausordnung und Vorsitzenden - geöffnet, ließ Bürgermeister Karlheinz Kickuth (SPD/FW) den Jugendraum in der Alten Schule wieder schließen. Anwohner hatten sich über Lärmbelästigung beklagt. Deshalb bleibt das Domizil bis zur Wahl eines verantwortlichen JUZ-Sprechers vorläufig zu. Eine Hausordnung ist inzwischen jedem Gemeinderat zugegangen. Jugendbeauftragte Christine Neeb-Wittmann regte dazu an, dass der Jugendbetreuer des Landkreises, Tobias Meierl, in diesem Fall aktiv werden sollte.

Kosten für Sanierung steigen

Wird die Sanierung der Johannes-Petri-Schule zum Euro-Grab? Fast hat es den Anschein denn die Kosten, die in der Ratssitzung ausgiebig diskutiert wurden, steigen von Jahr zu Jahr. Insbesondere Gemeinderat Alfons Hausmann kritisierte die Kostenexplosion von einst 1,8 auf aktuell 5,6 Millionen Euro für die Schule und die Turnhalle.
"Diese Summe belastet den Haushalt zehn Jahre lang mit 300 000 Euro. Aber auch dann haben wir eine teilweise sanierte Zweckimmobilie. Das bedeutet zudem, dass andere wichtige Investitionen blockiert sind", haderte der Langendorfer, der das Verfahren als "zu schwerfällig" und die Planung als "zu ausufernd" sieht. "Für 5,6 Millionen Euro möchte ich etwas anderes haben. Ich trage dieses Projekt nicht mit", konstatierte er.
Auch sein CSU-Ratskollege Bernd Büttner bezeichnete das bisher Erreichte als "Scherbenhaufen". "Wir müssen uns fragen lassen ob wir unsere Hausaufgaben gemacht haben." Er schlug vor, das Projekt im Rahmen einer Bürgerversammlung zu erörtern und dem Gemeinderat in dieser Sache eine Klausur zu empfehlen.
Volker Partsch fehlte "die Transparenz". "Doch die vorliegenden Pläne hat der Gemeinderat seinerzeit genehmigt", erinnerte er. "Aber wozu bezahlen wir die Kosten für Beschleunigungsmaßnahmen in Form weiterer, vom Auftragnehmer mit ins Boot genommene Planerbüros, wenn der Beauftragte nur seine halbe Arbeit macht", fragte der "grüne" Rat. Vize-Bürgermeister Jürgen Englert (SPD) vertrat hingegen die Meinung, das Projekt nicht weiter aufzuschieben "denn mit Sicherheit wird es nicht billiger".

Kickuth gegen Neubau

Auch Bürgermeister Karlheinz Kickuth sprach sich dafür aus, die beauftragten Planer "in die Pflicht zu nehmen". Von einem kompletten Neubau riet er jedoch ab. "Die Regierung von Unterfranken beziffert ein Gebäude dieser Größenordnung auf das Doppelte des Preises", informierte er.
Dem pflichtete Kämmerer Andreas Mützel bei. "Mit einem Neubau finge alles wieder von vorne an. Irgendwann reicht es auch der Regierung", vermutete er. Die Vergabe der Fachplanungen für Heizung, Lüftung und Sanitär sowie für die Elektroinstallation fanden schließlich doch die Mehrheit des Ratsgremiums und wurden genehmigt.

Sperrung vom Tisch

Die Sperrung der Elfershausener Schlossstraße ist vom Tisch. Anlieger des Sträßchen hinter dem Rathaus hatten Klage über zu schnell fahrende Autos geführt. Die Absicht, dies mit Verkehrsschildern zu unterbinden, verwarf der Rat. "Ohne Kontrolle bringt das nichts", war sich Rainer Kuhn sicher. Verkehrsberuhigende Maßnahmen, wie von Elmar Zier vorgeschlagen, sind schwierig einzubringen, glaubt Hausmann.
Nach Worten des Bürgermeisters, sind es meist Ortsbewohner, die zu schnell durch die nur drei Meter breite Straße fahren. "Der Spielplatz ist gleich in der Nähe. Wenn ein Kind ihn verlässt, steht es sofort auf der Fahrbahn", warnte Kickuth. Die Schlossstraße zur Anliegerstraße umzufunktionieren fand ebenso wenig die Ratsmehrheit wie bauliche Veränderungen. Demzufolge wird die Ortsstraße in ihrem Zustand belassen, was den "Rasern" keinen Auftrieb geben sollte.
Dem Bauantrag von Jürgen Simon, der auf seinem Anwesen in der Langendorfer Freihofstraße ein Wohnzimmer, eine Schmutzschleuse im Nebengebäude und ein Büro in der Scheune einrichten will, stimmte der Rat zwar zu, doch will er das Landratsamt um Prüfung bitten, ob bereits Teile des Projekts realisiert sind. Für den Separatorenraum in seiner Biogasanlage erhielt der Bauwerber ebenso die Zustimmung, wie für eine zwei Meter hohe Umzäunung nebst Böschung dieses Grundstücks.