Vielleicht leben wir gar nicht in einer realen Welt. Sind wir vielleicht alle nur Schauspieler, ungewollt - aber vielleicht gesteuert? Was ist Realität? Was ist Fiktion? Darüber hat sich die Theatergruppe am Frobenius-Gymnasium Gedanken gemacht und präsentiert dazu in der Aula das Theaterstück "Ist Realität Theorie? - Eine Variation über die Wirklichkeit" - am Mittwoch, 16., und Donnerstag, 17. März, um 19 Uhr.

"Mithilfe von Rollen-Interviews haben die Schüler ihre eigene Figur herausgearbeitet, die sie gerne spielen möchten. Beim Vorstellen der verschiedenen Rollen entdeckten wir, dass beinahe alle Figuren ein gestörtes Verhältnis zur Wirklichkeit haben", erklärt Oberstudienrätin Eva-Maria Conrad, die die Theatergruppe leitet. "Danach haben wir mögliche Szenen, die sich zwischen den Figuren an unterschiedlichen Orten abspielen können, improvisiert und sie zu Szenen verdichtet, die dann fixiert wurden. Zuletzt wurden die Szenen durch Zwischenszenen verbunden, die dem Stück eine Handlung geben."


Selbst erarbeitetes Stück

So hat sich die Theatergruppe ihr Stück quasi selbst erarbeitet. Es spielt in dem kleinen Ort Vormwald, der vor allem vom Internatsbetrieb lebt. Sonst ist dort nichts los. Alle Personen, die in dem Stück spielen, haben ihr ganz eigenes Verhältnis zur Realität. "Der Zuschauer beobachtet das ganz normale Leben dieses Dorfes, in dem alles nach Alltag aussieht. Das Stück lebt von klischeehaften Darstellungen und den Dialogen, die sich zwischen den unterschiedlichen Figuren entspinnen", bemerkt Eva-Maria Conrad. Dieses normale Leben im fiktiven Dorf wird durch einen Kriminalfall, den es aber in Wirklichkeit gar nicht gibt, gehörig auf den Kopf gestellt, vor allem dann, als auch noch eine Leiche auftaucht, die mit all dem nichts zu tun hat. Dabei kommt auch der Humor nicht zu kurz.
Im Stück spielen 16 Jungdarsteller in mehreren Szenen. Auch hinter der Bühne wirken weitere Schüler mit. Bereits seit Beginn des Schuljahres wird für dieses Stück geprobt. Die Schüler treffen sich jede Woche in zwei zusätzlichen Schulstunden, kurz vor der Aufführung sogar noch öfter und länger..


In andere Rollen schlüpfen

Relativ kurz - erst seit Schuljahresbeginn ist der Fünftklässler Alexander Knüttel in der Theatergruppe dabei. "Ich habe mich für das Wahlfach entschieden, weil es mir Spaß macht, in andere Rollen zu schlüpfen." Er spielt einen Polizisten. "Dabei ist die besondere Herausforderung, dass ich meinen Text langsam und verständlich spreche." Diese wird er sicherlich bestehen - wie die gesamte Gruppe bereits in den zahlreichen Auftritten in den letzten Jahren. Die Aufführung findet in der Aula des Frobenius-Gymnasiums statt. Natürlich gibt es wieder eine Pausenbewirtung.

Die Mitwirkenden

Schauspieler: Julia Gabel, Jule Hannawacker, Michelle Gabel, Greta Bindrum, Lena Manger, Phyllis Rettinger, Paula Christof, Michelle Flormann, Philipp Bauer, Alexander Knüttel, Sandra Hergenröder, Ignat Kerbel, Jacqueline Mahlmeister, Eva Schiffner, Mina Römer, Lisa Schaub
Bühnenbild / Beleuchtung: Antonia Rau, Christina Zink
Bühnenumbau: Jonathan Bauer
Autor: Theatergruppe, Eva-Maria Conrad
Regie: Eva-Maria Conrad
Plakat- und Programmgestaltung: Antonia Rau, Christina Zink