In der Erdaushubdeponie im Langendorfer Steinbruch gehen die Lagerflächen aus. Bei einem Ortstermin machte sich der Gemeinderat ein Bild von der Situation. Die Fläche nahm in letzter Zeit durch Abraum aus dem Steinbruch und vermehrten Erdaushub vehement ab.
Der Rat sah bei der Besichtigung Möglichkeiten für eine Erweiterung im rückwärtigen Teil der Deponie, wo sich für diese Zwecke noch nutzbare Flächen anbieten. Vor einem Beschluss will der Rat jedoch noch einmal eine Ortseinsicht ansetzen und die Naturschutzbehörde und die Forstverwaltung zum Thema hören.
Diskussionen ergaben sich im Gemeinderat über die Stabilisierungshilfe, die der Bayerische Staat den Kommunen gewährt, die aufgestockt wurde und künftig auch laufende Maßnahmen einbezieht. Vize-Bürgermeister und Kreisrat, Jürgen Englert, sprach sich für eine Antragstellung aus, zumal ihm auch der Landrat dazu riet. Um eine Förderung zu erreichen ist es allerdings Vorgabe, dass die Kommune zunächst ihre eigenen Ressourcen ausschöpft in Form von Erhöhungen der Hebesteuersätze und Beschneidung der freiwilligen Leistungen, beispielsweise für die Vereine. "Das billige ich nicht. Wir haben die Bürger bereits mit der Ergänzungsabgabe zur Kasse gebeten", begründete er und riet zu einer "individuellen Begründung" der Gemeinde bei der Antragstellung.
Damit ging auch Bürgermeister Karlheinz Kickuth (SPD/FW) konform. "Wir vergeben uns nichts, wenn wir einen Antrag stellen, aber wir wollen keine Erhöhungen der Steuersätze", stellte er klar. Auch Günter Zink, Walter Schmitt, Rainer Kuhn und Achim Friedrich wandten sich gegen solche möglichen Konsequenzen.

Marktfest soll attraktiver werden

"Wir sollen dem Bürger Erhöhungen auflasten, und wissen gar nicht, ob wir etwas bekommen. Die höheren Hebesätze bleiben über die Dauer des Konsolidierungsgesetzes bestehen", befürchtete Friedrich. Die Verwaltung soll jetzt prüfen, ob sich bei Antragstellung Nachteile bei den Hebesätzen und für die Vereine ergeben, beschloss das Ratsgremium mehrheitlich.
Bezüglich des traditionellen Marktfests im August will die Gemeinde Elfershausen "Nägel mit Köpfen" machen. Aufgrund der abnehmenden Besucherzahlen der letzten Jahre, aber auch wegen mangelnder Attraktivität wurde ein Planungsausschuss gebildet, der inzwischen mehrere Sitzungen absolvierte und beschloss, dem Marktfest mehr "Farbe" in Form von Straßenmusikern, Kleinkünstlern und Ausstellungen in den Höfen zu geben und durch eine Erweiterung der Öffnungszeiten dem größten Fest des Marktes wieder zu einem besseren Ruf zu verhelfen. Dafür und für Werbemaßnahmen genehmigte das Ratsgremium dem Bürgermeister eine finanzielle Ausstattung von rund 4000 Euro.
Seine Zustimmung gab der Marktgemeinderat auch für eine Erneuerung der Bodenbeläge im gemeindeeigenen Machtilshausener Backofen zum Preis von 3900 Euro. Für rund 4700 Euro soll die Firma Zeitz aus Bad Brückenau die Blitzschutzanlagen an gemeindlichen Gebäuden - definitiv an der Schwedenberghalle, der Engenthaler Kirche und dem Wasser-Maschinenhaus - überprüfen und instand setzen.

Betreuungsvertrag bleibt

Der Betreuungsvertrag für die Kernzonenflächen wird aufrecht erhalten. Das Salär pro Hektar liegt bei 70 Euro und steigt später auf 90 Euro. Den Lebenspartnern verdienter Feuerwehrleute, die einen Erholungsurlaub im Feuerwehrheim erhalten, gewährt der Markt einen Zuschuss von bis zu 280 Euro.
Um Informationen zum Jugendzentrum in der Alten Schule Elfershausen bat Gemeinderätin Sandra Deissenberger. Das JUZ wurde Ende vergangenen Jahres wiedereröffnet aber nach rund vier Wochen von Bürgermeister Kickuth aufgrund von Klagen der Nachbarn geschlossen. Zu laute Musik, teils auch Alkohol, waren die Gründe dafür.
Kickuth hatte zu diesem Thema keine neuen Informationen zu bieten, da der Betreuer der Freien Jugendarbeit im Landkreis, Tobias Meierl, erkrankt ist. Die Misere liegt beim fehlenden Verantwortlichen für das JUZ, der nach gesetzlicher Vorgabe 18 Jahre alt sein müsste, über den die Elfershausener Jugendlichen aber nicht verfügen. Der Markt will jetzt erfragen, ob auch ein 17-Jähriger die Verantwortung im Jugendraum übernehmen kann.
Keine Einwände gab es gegen die vorliegenden Bauanträge. Ingeborg und Reiner Hartmann erhielten die Erlaubnis zum Bau von Dachgauben an ihrem Haus in Trimberg. Der Errichtung einer Lagerhalle in Engenthal durch Bewerber Rüdiger Brux steht ebenfalls nicht im Weg.