Aus allen Regionen des Dekanats waren die Mesnerinnen und Mesner ins evangelische Gemeindehaus nach Hammelburg gekommen, um über Geschichte, richtige Pflege und Erhaltung von Tauf- und Abendmahlsgeräten informiert zu werden. "Vasa sacra" heißen diese kostbaren Stücke - "heilige Gefäße", die Dagmar Thormann auch "evangelischen Kirchenschatz" nannte. Die Referentin ist Beauftragte der Landeskirche für Inventarisation und Pflege kirchlichen Kunstgutes und war aus dem oberfränkischen Königsfeld zum Mesnertreffen angereist.
Kundig und mit Bildern unterstützt, berichtete sie über die Entwicklung einzelner Gefäße und Formen, über Materialien und Herstellung sowie über damalige und heutige Techniken der Goldschmiedekunst.
Aus etlichen Kirchengemeinden brachten die Mesner Kelche und andere Vasa-sacra-Stücke mit, an denen die Fachfrau Fragen nach Alter, Material und Zustand erläuterte. Dabei wurden auch besonders prachtvolle Exemplare bestaunt wie zum Beispiel eine große silberne Abendmahlskanne, die aus einer Augsburger Werkstatt des 18. Jahrhunderts stammt. "Die meisten Tauf- und Abendmahlsgeräte, die es in den evangelischen Kirchen gibt, sind Stiftungen aus den Gemeinden", weiß Dagmar Thormann, die sich intensiv mit deren Geschichte beschäftigt hat.
Dekan Till Roth dankte der Referentin sowie den Mesnerinnen und Mesnern für ihren wichtigen Dienst. Dieser sei ein unverzichtbarer Baustein, dass Menschen gerne in die Gottesdienste kommen und sich im Haus Gottes wohlfühlen.