Die Verlegung der Bushaltestelle an der Langendorfer Kirche sorgte für eine längere Diskussion im Gemeinderat, da sie nach Ansicht des Kreisomnibusbetriebs (KOB) nicht korrekt angefahren werden kann. Gegen die Verlegung des Standorts gegenüber des Westheimer Wegs gab es Einwände eines Anliegers und des Gemeinderats.


Parker verstärken Problem

Wie KOB-Geschäftsführer Claus Schubert schilderte, kann der Bus am jetzigen Halt wegen einer leichten Linkskurve nicht bis an den Bordstein fahren. Parkende Fahrzeuge im Anfahrtsbereich verstärken das Problem. Beim Aussteigen besteht die Gefahr, dass ältere Fahrgästein die Bordsteinkante treten und sich verletzen, befürchtet der Behindertenbeauftragte, der zum Ortstermin gekommen war.

Laut Schubert komme es auch immer wieder zu Irritationen bei fremden Fahrgästen, weil die Haltestellen Kirche und Westheimer Weg "nicht korrespondieren". Das führte zu Beschwerden beim KOB, weil Fahrgäste gegenüber der Ausstiegshaltestelle zur Rückfahrt einsteigen wollten. Zudem liegt der Einwand eines Anliegers am geplanten, neuen Standort vor, der die Haltestelle nicht vor seinem Anwesen haben möchte.


Vergabe Trimburger Weg

Die Möglichkeit, Halte- und Parkverbote am Kirchplatz anzubringen, verwarf der Rat, da ohnehin an der gekennzeichneten Haltestelle ein Park- und Halteverbot besteht. Auch eine schraffierte Sperrfläche aufzubringen, sei überflüssig, hieß es.

Die einfachste ist oft die beste Lösung, und so entschied das Gremium, dass das Halteschild um einige Meter in Richtung Kirche versetzet werden soll.

Für das Mischgebiet "Trimberger Weg" waren vier Angebote eingereicht worden. Die Firma August Ullrich gab das die wirtschaftlichste Angebot zum Preis von rund 2,35 Millionen Euro ab. Die Kostenberechnung des Planer-Büros lag bei 2,47 Millionen Euro. Mitarbeiter Voll vom Büro Hahn datierte den Baubeginn auf Mitte bis Ende Juni. Die Erschließung ist voraussichtlich im Dezember 2018 abgeschlossen. Der Gemeinderat stimmte einmütig zu.


Jagdgenossen bitten um Vorleistung

Die Jagdgenossenschaft beantragte die Befestigung des Mittelwegs am "Madel", der in der Kreisstraße 12 mündet. Bürgermeister Karlheinz Kickuth war in der Versammlung, in der die Jagdgenossen beschlossen, sich mit 50 Prozent am Ausbau des Wegs zu beteiligen, sofern die Gemeinde die andere Kostenhälfte übernimmt. Allerdings baten die Jagdgenossen für ihre Beteiligung um Vorleistung der Gemeinde, da derzeit nicht genügend Mittel zur Verfügung stünden. Der Asphaltierung des Teilstücks stimmte das Ratsgremium zu.
Ebenso stimmte das Greimium der neuen Vereinbarung mit der Arbeitsgemeinschaft "Fränkisches Saaletal" ohne Gegenstimme zu, nachdem sich am Verteilungsschlüssel nichts ändert.


Mitgliedsbeitrag selbst tragen

Der Markt Elfershausen, der seit elf Jahren Mitglied des Tourismusverbands Franken ist, muss wegen der Umstrukturierung in die Tourismus GmbH Bayerische Rhön seinen Mitgliedsbeitrag selbst tragen. Auch zu diesem Punkt sagte das Gremium ja.

Schließlich sprach der Rat die Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans für die nachfolgenden Vorhaben aus: Den Neubau eines Geräteschuppens am "Trimburgblick", die Erneuerung der Dacheindeckung eines Anwesens in der Wittershausener Straße und die Aufstockung einer Dachgaube "An der Klinge" (alle Elfershausen).

In der Feldgeschworenen-Versammlung war die Beschaffung einer GPS-Ausrüstung für die "Siebener" zur Sprache gekommen. Wie Kickuth dem Rat mitteilte, betragen die Kosten für das digitale Ortungssystem rund 12 000 Euro. Zu erwarten sind aber Folgekosten durch Wartung, Schulung, und so weiter. Die Angelegenheit wird in der Sitzung der Allianz "Fränkisches Saaletal" besprochen, informierte der Rathauschef.
Schilder mit der Aufschrift "Freiwillig 30" zur Verkehrsberuhigung in der August-Ullrich-Straße lehnte das Straßenbauamt ab mit dem Hinweis, das bauliche Veränderungen nicht gestattet sind sondern, nur eine kommunale Überwachung.


Vorschlag für Burg-Bewirtung

Der Betreiber des "Rhön Event", Marcel Reichert, könnte sich vorstellen, kulturelle Veranstaltungen auf der Trimburg zu veranstalten, eventuell sogar einen Biergarten einzurichten. Angesichts einiger unbelegter Bewirtschaftungstermine erwog der Bürgermeister auch die Burg-Bewirtung auf drei Monate zu kürzen. Zu beiden Punkten fiel noch keine Entscheidung.


Bauzaun immer offen

Den "immer offenen Bauzaun" an der Johannes-Petri-Schule kritisierte Volker Partsch. Kickuth verwies auf Sportvereine, die an Abenden in der Mehrzweckhalle trainieren und einen Zugang brauchen.
Des weiteren empfahl Partsch vor einem eventuellen Verkauf des Schaeffler-Areals das Gelände und die Gebäude auf Schadstoffe zu überprüfen. Günter Zink will gehört haben, dass Schaeffler nicht verkauft sondern nur verpachtet, womit sich eine Überprüfung ergibt.