Viel wurde in den vergangenen Jahren in Oberthulba investiert. Bürgermeister Schlereth (CSU-FW) informierte in der ersten Herbstbürgerversammlung in Oberthulba über viele Maßnahmen, die angegangen wurden. "Dazu verhalfen uns auch die Gewerbesteuereinnahmen unserer etwa 450 Gewerbebetriebe", machte er dabei deutlich.
Die Ortsbeauftragte Barbara Schöner freute sich, dass sehr viele Ortsbürger gekommen waren. Hauptthemen der Diskussion waren unter anderen die Sanierung der 1984/85 gebauten Mehrzweckhalle, die Situation der Jugend und Senioren im Ort sowie die Verkehrssituation in der Hammelburger Straße und am Baumgarten.
Der langjährige Vorsitzende des TSV fragte nach, wie es um die Sanierung der Mehrzweckhalle bestellt sei. Bereits im Vorjahr sei die Bildung einer Projektgruppe angesprochen worden, was aber bis dato nicht angegangen wurde. Mit der Änderung der Heizung und mit verschiedenen Maßnahmen im Brandschutzbereich habe man schon einiges unternommen, konterte der Bürgermeister. "Doch wenn wir die komplette Sanierung angehen und die Halle dann auf den Prüfstand kommt, angefangen von der Statik, Lüftung und Steuerung etc. wird es teuer werden." Hier habe man bereits Erfahrung mit den Vorarbeiten zur Sanierung der Thulbatalhalle. "Wir werden uns zusammen setzen müssen, aber das braucht seine Zeit."
Ebenfalls von Werner Fischer wurde das Thema Jugendraum angesprochen. Etwa 15 Jugendliche hatten sich bei der Auftaktveranstaltung ILEK (Allianz Kissinger Bogen) einen Jugendraum gewünscht. Er wollte wissen, ob sich in diesem Punkt zwischenzeitlich etwas getan hat, "gehört hat man noch nichts, was ich schade finde." Damit gab Fischer den Anstoß für eine rege Diskussion.

Mehrere Möglichkeiten

Sie reichte von "die Vereine bieten doch viel für die Jugend" oder "man müsste noch einmal mit den Jugendlichen und deren Eltern sprechen" oder wie Markus Schmitt wünschte "die Gemeinde sollte auf die jungen Leute, die sich doch nicht so getrauen, zugehen." Bürgermeister Schlereth sprach Möglichkeiten an, zum Beispiel sei ein Jugendraum im St. Josefsheim, der derzeit von der KLJB genutzt wird. Auch in der Mehrzweckhalle wäre seiner Meinung nach eine Möglichkeit, aber das sei auch nicht das, was sich die Jugend vorstellt, tönte es aus dem Publikum.
Apotheker Anton Schorn wünscht ebenfalls, dass mehr für die Jugend und Senioren im Ort passieren muss. Seiner Meinung nach müsste noch mehr für die gewerbliche Wirtschaft getan werden. Dazu erläuterte der Bürgermeister: "In den vergangenen Jahren hat sich mit Gewerbeansiedlungen einiges getan. In den Gewerbegebieten in Reith stehen nach den Ansiedlungen schon keine Flächen mehr zur Verfügung".
Zu schnell wird gefahren in der Hammelburger Straße und im Baumgarten-Bereich, und das obwohl dort eine Geschwindigkeitsbeschränkung on 30 Kilometern pro Stunde gilt, klagte eine Anliegerin. Die Vorschläge zur Lösung des Problems reichten von mehr Polizeikontrollen bis hin zur Ausweisung einer Einbahnstraße.
Weitere Punkte waren das Klappern der Pflastersteine in der Kapellenstraße, der schlechte Zugang für Fußgänger von der Ledergasse zur Kirchgasse und der Verkauf von Brennholz.