"Ich würde mir wünschen, dass sich auch neue Leute finden", sagt er. Die meisten Helfer sind schon seit vielen Jahren dabei. "Sie haben meinen Respekt, da sie mittlerweile zur Altersgruppe 65-plus gehören", erklärt der Küster. Alle sechs bis acht Wochen müssen vor allem die Bänke, die Sitzpolster und die Fußräume zwischen den Bänken gesäubert werden. Vier bis fünf Stunden sind die Helfer damit schon beschäftigt. Alle 14 Tage wischt Brendan zudem die Gänge durch.

Jetzt vor Ostern nahm er sich aber noch mehr vor: Mit einem Staubsauger entfernte Brendan in den vergangenen Tagen Spinnweben von Wänden und Figuren. Dank einer Hebebühne konnte er sogar das Gewölbe der Seitenschiffe aussaugen. Das ist wohl schon viele Jahre lang nicht mehr gemacht worden, vermutet der Küster.
Gerade in den Ecken, wo die Sonne hinkommt, hatten sich richtige Nester aus Spinnweben gebildet, berichtet Brendan. In den Gespinsten verfing sich über die Jahre der Staub, den das Heizgebläse im Kirchenraum aufwirbelt.

Zu den Osterfeiertagen bekommt die Kirche teilweise neues Licht: Ausgebrannte Glühbirnen werden durch LED-Leuchten ersetzt. Brendan sagt: "Dadurch können wir zwei Drittel der Energie einsparen." Die Glasscheiben der Lampen muss der Küster auch noch putzen. Auf ihnen setzt sich regelmäßig Staub und Kerzenruß ab.
Die Zeit vor Ostern ist für Brendan besonders arbeitsintensiv. Der Wechsel von den Kar- zu den Ostertagen erfordert innerhalb kurzer Zeit ein Umschmücken der Kirche. Dafür ist schon alles vorbereitet: Mit Helfern wird Brendan noch am späten Karfreitagabend den Altarraum dekorieren.