Weit über 100 Bürger fanden sich in Hetzlos ein, um Elisa Tartler sowohl zu ihrem diesjährigen Vize-Europameistertitel als auch zu sehr guten Einzelergebnissen auf Länder- und Bundesebene im Bogenschießen zu gratulieren. Zudem ehrten sie die Nachswuchsschützin für ihre frisch gewonnene Deutsche Meisterschaft in ihrer Disziplin "Recurve Bogen in der Jugendklasse".


Stechschuss entscheidet

In einem hochdramatischen Finale der Deutschen Meisterschaft entschieden erneut die Nerven. Denn im letzten Schießen "Frau gegen Frau" kam es zum alles entscheidenden Stechschuss - ein Schuss, der Gold von Silber unterscheidet. Elisa Tartler hatte ihre Nerven fest im Griff - genauso wie die Deutsche Meisterschaft.

1. Schützenmeister Michael Meindl berichtete von den zwei Prinzipien, die Elisa verinnerlicht hat. Trainer Marko Friedrich sage immer zu ihr: "Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss." So zog Elisa zwar in die Finalerunde ein, präsentierte aber nicht ihre Bestleistung. Diese zeigte sie dann, als sie bewies, dass sie auch folgendes Prinzip des Schützenmeisters im Hinterkopf hatte: "Wir treten bei einer Meisterschaft immer an, um zu gewinnen." So besiegte sie in Eins-zu-Eins-Duellen jede Konkurrentin und somit alle topgesetzten Schützinnen.

Zu diesem Erfolg gratulierten nicht nur die zahlreich in Uniform erschienen Schützenkollegen, sondern auch die Hetzloser Dorfgemeinschaft, welche es sich nehmen ließ, ihre Spitzensportlerin gebührend zu würdigen. Ortssprecher und GMR-Mitglied Klaus Kunder freute sich darüber, dass die Plätze im Feuerwehrhaus nicht ansatzweise ausreichten und fleißig weitere Garnituren aufgestellt werden mussten.

Im Beisein von Bürgermeister Gotthard Schlereth, 1. Bezirksschützenmeister Matthias Dörrie, 1. Gaubogenreferenten Manfred Koch sowie 1. Schützenmeister Michael Meindl samt seinem Verein und den Königshäusern bedankte er sich bei der Familie Tartler, der Feuerwehr für die gestellte Verpflegung und den Hetzloser Musikanten. Letztere spielten nicht nur bei den Tartlers zuhause auf und begleiteten sie mit Marschmusik durchs Dorf zum Feuerwehrhaus. Sie verliehen zudem dem ganzen Abend einen würdigen Rahmen.


Volltreffer und richtige Wahl

Die Entscheidung, diesen Empfang zum ersten Mal in Hetzlos durchzuführen, wurde von Michael Meindl und Klaus Kunder als "Volltreffer" und "die komplett richtige Wahl" betitelt. Bürgermeister Schlereth würdigte Elisas Leistungen, aber auch die Integration, die hier in Hetzlos Tag ein Tag aus stattfindet, herausstellte. Er lobte die Jugendarbeit des SV Bavaria Thulba 1913 und übergab ein Geschenk. 1. Bezirksschützenmeister Matthias Dörrie stellte klar, dass "wenn die Schützen feiern, alle kommen", denn die Schützen sind eine Gemeinschaft. So nahm er auch unglaublich gerne den Weg auf sich, um Elisa persönlich zu beglückwünschen und ihr ein kleines Präsent zu überreichen.


Nie abgehoben

Gaubogenreferent Manfred Koch erinnerte sich an die Anfänge von Elisa mit ihrer Mannschaft. Denn auch das Miteinander und das gegenseitige Motivieren haben sehr positiv zu ihrer Entwicklung beigetragen. Lobende Worte fand er dafür, dass Elisa nie abgehoben ist und sich nicht verändert hat. So fand er es klasse, dass Elisa in dem ganzen Trubel ihre Schule nicht vergisst und auch dort gute Leistungen bringt. Meindl brachte es auf den Punkt. Diese Leistungen, und vor allem, die Leistung, alle Leistungen unter einen Hut zu bringen, sind einfach nur bemerkenswert. Er erinnerte mit Blick auf die anstehende Hallenrenovierung in Thulba daran, dass für hervorragende Ergebnisse auch hervorragende Trainingsbedingungen gegeben sein müssen.


Bogenhalle erwünscht

Eine Bogenhalle, in der man in den kalten und dunklen Monaten trainieren kann, wäre ein wichtiger Meilenstein in der Jugend- und Trainingsarbeit. Besonders toll fand er es, dass die Familie Tartler in ganz großem Rahmen anwesend war. So flogen sogar die Großeltern, die in Rumänien leben, extra nach Deutschland, um ihre Enkelin bei ihrer Ehrung zu sehen. Unter anhaltendem Applaus durfte die sichtlich gerührte Elisa ein Dankeswort sprechen. Sie bedankte sich vor allem bei ihrem Verein, ihrer Mannschaft, ihrer Familie, ihrem Trainer Marko Friedrich und ihrem Freund Fabi herzlich.


Schlussakkord

Mit einem Lied der Musikanten zusammen mit Elisa, ging nicht nur ein toller Abend, sondern auch eine Schießsaison zu Ende, die so einfach nicht mehr zu toppen sein wird.