Die Tradition der Pferde- und landwirtschaftlichen Gerätesegnung ist zum Fest des heiligen Leonhard ein guter Brauch. In Pfaffenhausen ist der hl. Leonhard Kirchenpatron und Namensgeber für das Leonhardi-Gemeinschaftshaus.
Heuer war es Stadtpfarrer Thomas Eschenbacher, der nach der Sonntagsmesse die Segnung vornahm. "Ich finde es gut, dass Sie sich zu diesem Anlass hierher begeben haben, denn der hl. Leonhard sorgt für diesen Segen und den Auftrag, die Natur zu achten", betonte der Geistliche. In seinen Fürbitten band Eschenbacher die Bitte ein, die Tiere vor Gefahren und Krankheiten, die Landwirtschaftsgeräte vor Defekten und Unfällen zu schützen und bat für ein "offenes Herz der Menschen in Not".
St. Leonhard gilt als Schutzpatron der Tiere, die den Menschen zur Seite stehen und nützlich sind. Das sind in der hiesigen Region vor allem Pferde, denn Kühe und Ochsen gibt es nur noch selten. Doch auch zahlreiche Hundebesitzer fanden sich auf dem Kirchplatz ein - der furchtlose Dorfkater, der zwischen ihnen herumspazierte, bekam wohl auch einige Tropfen des geweihten Wassers ab.
Im Rahmen des Kirchweihfests verabschiedete Pfarrer Eschenbacher und die Kirchengemeinde den langjährigen Kirchenpfleger, Hans Schedel, der bis 2012 ein Dutzend Jahre dieses Amt bekleidete.


Bericht über die kirchlichen News

Der engagierte Pfaffenhausener war zuvor mehrere Perioden im Kirchenvorstand aktiv und ist "mit einem Bein eigentlich immer noch dabei".
Als Mitarbeiter des örtlichen Pfarrbriefs berichtet er noch heute über die kirchlichen "News" im ältesten Stadtteil Hammelburgs.
In seine Ära als Kirchenpfleger fielen die Restaurierung der Orgel in St. Leonhard, der Heizungsneubau und die 300-Jahr-Feier der Pfarrkirche. Insgesamt addiert Schedel rund 40 Jahre im Dienst der Kirchengemeinde.
Seine Nachfolgerin, die offiziell in das Amt eingeführt wurde, ist Theresia Rieß.