Zum ersten Mal veranstalteten die Diebacher Vereine ein gemeinsames Zeltlager von Samstag auf Sonntag auf dem alten Sportplatz. Die Idee zu dieser Aktion war in den Sitzungen des Arbeitskreises Dorfleben der Dorferneuerung und des Vereinsringes geboren worden. Denn schließlich geht es allen Vereinen darum, dass die Kinder sich im Ort wohlfühlen und dann in einem der Vereine früher oder später mitwirken.


"Unsere Zukunft"

"Die Kinder sind unsere Zukunft und auch die unseres Dorfes. Daher sollten sie auch gerne ihre Ferien bei uns in Diebach verbringen", fasste Vereinsringvorsitzender Fritz Gensler die Idee zusammen.
Das Ferienfreizeitlager der Diebacher Vereine kam bei den 29 Kindern von sechs bis zwölf Jahren sehr gut an. Das Regenwetter fanden eher die Helfer ungemütlich als die Kinder. Die Aufgaben waren auf alle Vereine aufgeteilt. So kümmerten sich der Verein für Gartenbau und Heimatpflege um die Verpflegung am Samstag, die Feuerwehr am Sonntag. Die großen Zelte stammten vom Musikverein. Los ging es am Samstag mit einer Rallye durch Diebach.
Die Vereine Baubude, Burschenverein und SC Diebach hatten die Fragen vorbereitet und begleiteten die Kinder in Gruppen. Es galt genau hinzuschauen und zu zählen. So wollten die Organisatoren von den Kindern wissen, wie viele Eingänge die Diebacher Kirche hat, oder wann der erste und letzte Zug in Diebach fährt. Auch wann das höchste Hochwasser in Diebach war, und wann das Sportheim gebaut wurde und vieles mehr musste herausgefunden werden.


Sternenführerin zu Gast

Nach dem Abendessen sangen der Stammtisch +-49 am Lagerfeuer mit den Kindern. Der Vereinsringvorsitzende Fritz Gensler hatte für die Nacht Anja Johannes als Sternenführerin vom Sternenpark Rhön eingeladen. Anfangs machten Regen und Wolken einen Strich durch die Rechnung. Aber auch mal eine kurze Strecke weg von der Straßenbeleuchtung zu gehen und die Stille am Waldrand zu genießen, ist ein mittlerweile oft schon seltenes Erlebnis. Später in der Nacht klarte es auf. Die größeren Kinder blieben bis nach Mitternacht wach, um sich Sternenbilder erklären zu lassen und selbst zu suchen. Der Mond schien hell, und sogar die Raumstation ISS war zu sehen. Eine Nacht unter freiem Himmel zu verbringen und den Sternenhimmel zu betrachten hinterließ auch bei den Erwachsenen einen besonderen Eindruck.
Am Sonntagvormittag bot die Diebacher Feuerwehr ein kurzweiliges Programm mit Zielspritzen und Geschicklichkeitsübungen. Zum Abschluss kam Diakon Martin Weisenberger auf den alten Sportplatz, um mit den Kindern, Helfern und Eltern eine Andacht im Freien zu feiern. Alle Beteiligten fanden das Zeltlager super und freuen sich schon auf das Campen im kommenden Jahr.