Pünktlich um 18 Uhr ertönte in Westheim die Alarmsirene. Die Floriansjünger standen schon bereit für die jährliche Herbstübung. Weit hatten sie es diesmal nicht zum Einsatzort. Der war schräg gegenüber der Wehr auf dem Anwesen Westheimer Straße 16.
Dort war es aufgrund einer undichten Gasleitung zu einer Explosion gekommen und daraufhin war in einer Lagerhalle Feuer ausgebrochen, so die Vorgabe des Übungsszenarios. Mehrere Personen waren schwer verletzt und teilweise im Gebäude eingeschlossen.
Die Westheimer Wehr rückte aus und erkundete die Lage. Daraufhin gab es eine Nachalarmierung für die Wehren aus Hammelburg, Fuchsstadt, Feuerthal, Langendorf, Elfershausen, Gauaschach, Obereschenbach und Pfaffenhausen.
Diese Übung war ein offenes Geheimnis nicht nur für die Feuerwehrleute. Zahlreiche Zaungäste hatten sich ähnlich wie im Vorjahr rechtzeitig eingefunden, um der Herbstübung interessiert zuzuschauen.
Mit Martinshorn und Blaulicht trafen nach und nach die Feuerwehrautos der genannten Nachbarorte ein. Atemschutzträger waren alsbald einsatzbereit und Schläuche wurden hastig ausgerollt. Es musste schnell gehen, waren doch etliche Personen zu retten. Diese Personen waren lebensgroße Stoffdummys, die dann auf Tragen abtransportiert wurden.


Kreisbrandmeister zufrieden

"Ich gebe heute mein Kommando an meinen Stellvertreter Manuel Schelp ab", bestätigte Westheims Erster Kommandant Wolfgang Besler der Zeitung.
Bei dieser Herbstübung komme es vor allem darauf an, die Zusammenarbeit zu proben. Und dies nicht nur zwischen den Kommandanten und Gruppenführern sondern besonders zwischen den Wehren.
Kreisbrandmeister Elmar Eisenmann war mit der Herbstübung zufrieden. Etwa 90 Feuerwehrleute seien im Einsatz gewesen. Darunter auch die Westheimer Jugendfeuerwehr, die mit Handreichungen vor Ort und Erste-Hilfe-Versorgung der geretteten Dummys zur Stelle war.


Faszination Drehleiter

Eine ganz besondere Faszination bei den Zuschauern übt stets der Einsatz des Hammelburger Drehleiterwagens aus. Vor dem Anwesen Nr. 16 hielt er an und fuhr seine hydraulisch gesteuerten Stützstempel aus.
Dann wurde die hydraulische Drehleiter in Gang gesetzt. Atemschutzträger stiegen in die Gondel an der Leiterspitze, und die Wasserspritze samt Schlauch wurde montiert. Dann konnte die etwa 40 Meter hohe Dusche gezielt ihre löschende Wirkung zeigen. Von der Erde aus wäre das nicht so elegant und wirkungsvoll gegangen.
Beeindruckt von der Herbstübung war auch Westheims Ortsbeauftragte Gabriele Ebert.