Im Zeichen der Integration behinderter Menschen stand eine Aktion des Angelsportvereins (ASV) Hammelburg, der einen "Angel-Tag" mit jungen Menschen aus der Lebenshilfe-Werkstatt an den Obereschenbacher Weihern veranstaltete.
Initiatoren waren ASV-Vorsitzender Kurt Fröhlich und Harald Markard, Gruppenleiter in der Lebenshilfe-Werkstatt, der selbst auch Mitglied bei den Anglern ist. "Wir haben uns zusammengesetzt und die Idee erörtert, die ich dann gruppenübergreifend in der Werkstatt ausgeschrieben habe", informiert Markard, der sechs Werkstattkräfte für den Event interessieren konnte.
"Es ist etwas völlig Neues, und unsere Leute kommen mal wieder in die Natur", fügt er hinzu. Das gefiel auch den Akteuren, die reges Interesse für diesen Sport zeigten und nach Unterweisung durch ASV-Mitglieder gespannt darauf warteten, dass der erste Fisch an der Angel zappelte - zumal die Weiher in Obereschenbach voll sind von Karpfen, Schleien, Weißfischen und Zandern. Es dauerte auch nicht sonderlich lange, bis Severine, die einzige Frau unter den sechs Teilnehmern, den ersten Karpfen aus dem Wasser zog und kurze Zeit später gleich noch einen zweiten - die größten unter dem Fang. Sebastian konnte sogar mit nahezu 20 Fischen aufwarten. Allerdings waren es nur kleinere Exemplare. Der Fang landete zwar teilweise auf dem Teller, doch nicht am selben Tag. Denn das Mittagessen, Steaks und Bratwürste mit Kartoffelsalat, war schon vorbereitet. Nach dem Motto "Frische Luft macht hungrig" war es auch bei den Angeldebütanten recht willkommen. "Das könnten wir wieder einmal machen", waren sich die jungen Menschen aus der Lebenshilfe-Werkstatt einig. Die vier Obereschenbacher Weiher sind Eigentum des ASV Hammelburg, der die Fischgewässer "in Raten" kaufte und zunächst zwei, dann die beiden anderen erwarb, wie Kurt Fröhlich informierte. Hier setzen die Angelsportfreunde Fische ein und pflegen die Gewässer ganzjährig.