Franziska Bischof stellt sich das so vor: "Man sitzt gemütlich zusammen, zum Beispiel auf der Couch, und möchte sich schnell informieren, wo was los ist", erklärt die Projektmanagerin von "Frankens Saale-stück". Ein Griff zum Smartphone oder Tablet-PC, die Internetadresse eingeben, und schon können die Interessierten sich einen Überblick über die Veranstaltungen verschaffen.
Die Homepage (www.frankens-saalestueck.de) des gemeinsamen Tourismusprojekts von neun Kommunen ist jetzt für Smartphones und Tablet-PCs optimiert worden. Durch das "Responsive Webdesign" passt sich der grafische Aufbau der Seite nun den Anforderungen des jeweiligen Gerätes an. Dies betrifft insbesondere die Anordnung und Darstellung einzelner Elemente, wie Navigationen, Seitenspalten und Texte, aber auch die unterschiedlichen Eingabemethoden von Maus oder Touchscreen. "So ist zum Beispiel gewährleistet, dass die Nutzer beim Klicken gleich auf Anhieb das richtige Feld erwischen", erläutert Bischof.

Zahl der Besucher steigt

Die technischen Verbesserungen seien dringend nötig gewesen, um auf dem laufenden Stand zu bleiben. Wer das nicht beherzige, spüre das umgehend durch sinkende Nutzerzahlen. Das Internetportal von "Frankens Saalestück" erfreut sich aber steigender Beliebtheit.
Die Projektmanagerin hat sich die Zahlen zwischen März und Juli in diesem sowie im vorigen Jahr angeschaut. Waren es 2013 in besagtem Zeitraum noch rund 3500 Besucher, so wurden heuer schon circa 5200 Gäste auf der Seite registriert. "Das ist ein Zuwachs um etwa 50 Prozent", freut sich Bischof. Vor allem bei Nutzern aus den Ballungsgebieten München, Karlsruhe, Würzburg/ Kitzingen und Aschaffenburg habe es große Zuwächse gegeben, zum Teil über 500 Prozent.
Neu auf der Internet-Seite ist auch der Online-Veranstaltungskalender. Bisher gab es ihn nur einmal jährlich in gedruckter Form unter dem Titel "Erlebnis Wein- und Gaumenfreuden". Hierfür mussten die Veranstalter im Herbst ihre Termine für das folgende Jahr melden. "Das ist natürlich für manche ein Problem, weil sie das Datum oder die Uhrzeit so lange im Voraus noch nicht hundertprozentig wissen", erläutert Bischof. Im Übrigen sei der Veranstaltungskalender nicht nur für Hotels, Gastronomen und Weinbaubetriebe gedacht, sondern auch für Vereine mit ihren größeren Festen und Feiern.

Gezieltes Suchen möglich

Bei der Online-Version können die Besucher der Internet-Seite eine Vorauswahl treffen, sodass nur die für sie interessanten Veranstaltungen angezeigt werden. Unter "Rubrik" kann zum Beispiel unter den Oberbegriffen Ausstellungen, Feste & Brauchtum, Genussevents, Märkte und Sport gewählt werden. Bei "Region" ist zudem eine Festlegung auf einen bestimmten Ort möglich. Darüber hinaus kann der Nutzer einen bestimmten Zeitraum definieren.
Herausragende Events können von den Organisatoren mit einem "Highlight-Button" versehen werden. "Wenn es sich um absolute kulturelle Höhepunkte handelt beziehungsweise Veranstaltungen, bei denen mehr als 2000 Besucher erwartet werden", erläutert die Projektmanagerin die Kriterien. Ein Beispiel hierfür sei das Rakoczy-Fest in Bad Kissingen. Franziska Bischof schaut sich die Eintragungen auch regelmäßig an und prüft, ob die grün markierten "Highlights" auch tatsächlich welche werden können.
Die Projektmanagerin bittet die Veranstalter darum, möglichst nicht nur einen Text, sondern auch ein Bild zu veröffentlichen. "Die Tourismusverbände Franken und Bayern übernehmen auch Termine aus unserem Gebiet für ihre Veröffentlichungen, aber nur, wenn auch ein Foto dabei ist", erläuterte sie den Hintergrund.
Zudem werden die Einträge automatisch von dem Internet-Portal der Tourismus GmbH Bayerische Rhön (www.rhoen.de) in Bad Neustadt übernommen. "Im Idealfall kommt man also mit nur einer Eingabe auf vier Internet-Seiten", fasst Franziska Bischof zusammen.
Die Projektmanagerin wünscht sich, dass noch mehr Veranstalter von der kostenlosen Möglichkeit Gebrauch machen, ihre Termine in dem Kalender einzutragen. "Wer noch keinen Zugang hat, kann sich einfach bei mir melden", wirbt sie. Zu erreichen ist sie per E-Mail (franziska.bischof@frankens-saalestueck.de) oder unter Tel.: 0151/ 6132 8597.

"Viele würden profitieren"

Bischof glaubt, dass der Tourismus in der Region noch großes Entwicklungspotenzial hat. "Davon würden nicht nur Hotels, Gastronomen und Winzer profitieren", macht die Fachfrau deutlich, die unter anderem internationales Marketing studiert hat. Wenn die touristischen Betriebe florierten, bringe das dem Einzelhandel ebenfalls höhere Einnahmen. Und in der Folge bekämen auch Baufirmen und Handwerksbetriebe zusätzliche Aufträge.