Nicht die baulichen Großprojekte wie in der Kissinger Straße, die Untere / Obere Ecke oder der bevorstehende Umbau des Marktplatzes standen im Blickfeld der Bürgerversammlung in Oberthulba. Es war vielmehr die Straßenbeleuchtung, die den größten Teil an Gesprächsbedarf nach Bürgermeister Gotthard Schlereths (FW/CSU) ausführlichem Bericht einnahm. Dahinter stand freilich der Wunsch nach gerechter Aufteilung der Kosten, die per Umlage für das erneuerte Licht für die Anwohner fällig sind.

Zur Debatte stand die Erneuerung von Straßenlaternen und Nachrüstung bestehender Lampen in der Frankenstraße, Rhönstraße, Schlesierstraße, Sudetenstraße und im Tongrubenweg. Er fühle sich im Vorfeld der Planung nicht ausreichend informiert, sagte ein Anwohner, der von einem "Alleingang der Verwaltung ohne Bürgerbeteiligung" sprach. "Sie sind jederzeit als Gast in der Gemeinderatssitzung willkommen, wo solche Dinge entschieden werden", entgegnete Bürgermeister Schlereth. Außerdem sei das Thema im Aushang, in der Zeitung und im Amtsblatt nachverfolgbar.


Frage nach den Kosten

"Was kommt finanziell auf uns zu?", wollte ein Anwohner wissen. Andere hinterfragten den Abrechnungsmodus: "Wenn ich ein Handtuchgrundstück habe, wird lediglich das schmale Ende an der Straße beleuchtet. Warum wird bei der Kostenaufteilung mein ganzes Grundstück, das im Dunkeln bleibt, zur Berechnung herangezogen?" Es sei der momentane Stand der Rechtsprechung, antwortete Schlereth. Und Kämmerer Klaus Blum wies auf die bayerische Mustersatzung hin, nach der auch in Oberthulba abgerechnet werde. Immerhin werden bis zu 80 Prozent an Stromkosten durch neue Leuchtmittel eingespart, bestätigte Verwaltungsmitarbeiter Bernd Wald.


Satzung noch in Arbeit

Weitere Fragen galten den Förderungsbedingungen des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) bei der Sanierung alter Häuser innerorts. Vergeblich war ein Anwohner auf der Suche nach der aktualisierten Entwässerungssatzung für Oberthulba im Internet unterwegs. Die Satzungsänderung sei nach der erfolgten Vorberatung im Gemeinderat momentan noch in Arbeit, antwortete Verwaltungsleiterin Nicole Wehner. Eine wesentliche Änderung in der Satzung sei das Recht auf Kontrollprüfung und neue technische Regelungen nach gesetzlichen Vorgaben. Beim Thema Südlink wies Schlereth auf die kommende Veranstaltung am Donnerstag, 27. Oktober, in der Mehrzweckhalle hin.


Dank an die Gartler

Schlereth dankte den fleißigen Gärtnern vom Obst- und Gartenbauverein, dessen Vorsitzende Margot Schottdorf ist, für die Verschönerungsarbeiten in der Hammelburger und Kissinger Straße. Mit viel Mühe sei vor etwa einem halben Jahr in ehrenamtlicher Arbeit etwas entstanden, das sich sehen lassen könne.



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