"Flieger zum Anfassen" gab es an Christi Himmelfahrt für das Publikum beim Familientag der Flugsportgruppe (FSG) Hammelburg. Das nasskalte Nebelwetter machte allerdings einen dicken Strich durch die Veranstaltung, was das Fliegen betraf. War doch der gesamte Flugplatz auf der Lanz in eine dicke Wolke eingehüllt. Seit heuer ist die EU-Regelung bezüglich der Passagierflüge gelockert. Doch was nützt das, wenn keine Flugsicht herrscht?
Im Vorjahr am Familientag war dies noch nicht erlaubt: Da durfte nicht für Passagiere geflogen werden. Es war aber damals schönes Wetter. Auch wenn es jetzt regnete, ließen sich die Besucher ihre Laune nicht verderben. So zum Beispiel Besucher Klaus Brell: "Ich habe hier Freunde bei der FSG, die ich gerne treffen will. Da ist mir das Wetter ziemlich egal". Wegen der Weißwurst und wegen des leckeren Spießbratens kam Wilfried Weidner aus Gauaschach samt Familie und Freunden gegen Mittag in den bewirtschafteten Hangar der FSG. "Was g´scheits zu essen" war ein nahe liegendes Ziel für Viele. Freilich wäre ein schönes Wetter auch gut für die Stimmung gewesen. Weitere Besucher ließen sich vom Hammelburger Bleichrasen aus per Shuttlebus auf den Flugplatz karren.

Flugzeuge blieben im Hangar

Bei Isabell Luft konnten die Besucher dann aber am Nachmittag doch noch ein Ticket für den Rundflug erwerben. Den Platz in der viersitzigen Maschine gab es für 20 Euro pro Viertelstunde. Man bewunderte die Flugzeuge im vorgelagerten runden Hangar. Im Bestand sind drei von Motoren angetriebene Flugzeuge, nämlich eine Cessna, eine zweisitzige DA20 und eine viersitzige DR400. Dort waren auch erlesene Exponate der Modellflugabteilung zu sehen.
"Nach wie vor interessieren sich viele junge Leute für das Fliegen", bestätigt der zweite Vorsitzende der FSG, Christoph Himmler. Ab dem Lebensalter von 14 Jahren dürfen diese als Segelflugschüler auf den Flugplatz. "Der Teamgeist wird beim Segelfliegen erprobt", sagt Himmler. Denn alleine ohne die Zusammenarbeit der Flugmannschaft laufe da gar nichts. Neu im Gerätepark der FSG sei die Schleppmaschine für die Segelflugstarts. "Es handelt sich hier um den Motorflieger DR400, der Multifunktionen besitzt", so Himmler. Weiterhin sei ein Segelflugzeug von Grund auf renoviert worden. Das sei jetzt wie neu.
Etwa drei Dutzend der 180 FSG-Mitglieder waren am Feiertag für ihre Besucher aktiv. Manni Reichert ist mit seinen 75 Jahren der Älteste. Stolz ist der Verein auch auf Piloten wie Alex Oeding, der nach bloß 13 Übungsstarts mit dem Motorflieger seinen Alleinflug schaffte. Freilich, reichlich Flugerfahrung hatte Oeding schon zuvor durch jahrelangen Segelflug erworben.
"Nachwuchs ist bei uns gerne gesehen", versichert Himmler. Deshalb werde sich die FSG auch heuer wieder beim Hammelburger Höflesfest präsent zeigen.