Einige Stunden nach der Festnahme kam die Verlobte des Mannes zur Polizei und gab zu, das Falschgeld am PC hergestellt zu haben. Die 22-Jährige steht außerdem im Verdacht, zusammen mit dem sieben Jahre älteren Mann in zwei weiteren Fällen Falschgeld in Umlauf gebracht zu haben. Gegen das Paar wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Der 29-Jährige hatte sich laut Polizeimeldung am späten Freitagabend in einer Hammelburger Gaststätte aufgehalten. Dort hatte er einem Gast im Rahmen eines Wechselvorgangs zwei gefälschte 20-Euro-Scheine untergejubelt. Als dies aufgefallen war, verständigte die Wirtin die Polizei und hielt den Beschuldigten bis zum Eintreffen der Beamten fest. Der Mann aus dem Landkreis Bad Kissingen wurde dann von einer Streifenbesatzung der Hammelburger Polizei vorläufig festgenommen. Bei einer Wohnungsdurchsuchung entdeckten die Polizisten weitere gefälschte 20- und 10-Euro-Scheine, denen man die Fälschung deutlich ansah. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Beschuldigte wieder auf freien Fuß gesetzt.

Geständnis der Verlobten

Nur wenige Stunden später kam dann die Verlobte des Mannes zur Hammelburger Polizei und legte hier ein Geständnis ab. Die 22-Jährige erklärte, das Falschgeld durch Einscannen und Ausdrucken am PC hergestellt zu haben. Inwieweit diese Angaben der Wahrheit entsprechen, muss jetzt noch überprüft werden.

Da bereits am 19. August ein weiterer gefälschter 20-Euro-Schein in Hammelburg aufgetaucht war, wurde die junge Frau auch damit konfrontiert. Aufgrund der Beweislage gab sie zu, gemeinsam mit ihrem Verlobten auch damals einer Person einen gefälschten Geldschein angedreht zu haben.

Die Frau legte auch ein Geständnis zu einem Fall ab, der bislang noch gar nicht bekannt war. Demnach hatte die 22-Jährige einem ca. 55-65 Jährigen einen falschen 20-Euro-Schein beim Geldwechseln untergejubelt. Dies sei in der Nähe der Friedhofstraße bei einem Parkplatz in der Nähe der Zulassungsstelle gewesen. Dieser Mann, dem möglicherweise noch gar nicht aufgefallen ist, dass ihm Falschgeld angedreht worden war, wird jetzt dringend gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Hammelburg, 09732/906-130, oder der Kripo Schweinfurt, Tel. 09721/202-1731, zu melden.

Die weiteren Ermittlungen in diesen Fällen führt jetzt die Kriminalpolizei Schweinfurt. Geprüft wird jetzt, ob das Paar möglicherweise für das Inverkehrbringen von weiteren gefälschten Banknoten infrage kommt.