Genau 88 Motorräder wurden zum Bikersegen am Sonntag gezählt. Den Gottesdienst gab es von Pfarrer Michael Erhart im Festzelt neben dem Feuerwehrhaus. Die Besucheranzahl war merklich größer als die 88, waren doch auch viele Anwohner aus der Gemeinde Wartmannsroth zugegen.
Freundschaft und Gemeinschaft waren die Schlüsselbegriffe in Erharts Predigt. "Zu zweit ist das Fahrerlebnis auf dem Motorrad noch größer als allein", sagte er. Dieser Geistliche, der trotz vieler Kilometer zwischen seinem jetzigen Heimatort Zeil am Main und seinem ehemaligen Einsatzort Wartmannsroth seit vielen Jahren hier den Bikern die Treue hält, ist selbst leidenschaftlicher Motorradfahrer. Fachsimpeleien beim Segnen von Bikes und Fahrer waren deshalb angesagt.
"Wir wollen den Segen mitnehmen", sagen die Biker aus der Rhön. Außerdem schätzen sie das Gespräch mit anderen Fahrern. Da waren sie am Sonntagvormittag nicht allein. Die veranstaltenden Motorradfreunde Wartmannsroth freuten sich über die große Anzahl der Teilnehmer. Vorsitzender Herbert Pabst: "Das Wetter passt, es ist nicht zu heiß und regenfrei. Deshalb gibt es nach dem Mittagessen die gemeinsame Ausfahrt durch die Dörfer der Gemeinde."
Gerne nutzten die Fans feiner Motorräder die Gelegenheit, seltene Exemplare näher zu betrachten. So eine historische BMW und eine Autounion aus den 1950er Jahren. Aber auch ganz frische Kreationen der Marken Harley-Davidson, Victory oder BMW zeigten sich präsent. Ebenso war eine legendäre Ducati zu entdecken. Eine junge Urlauberfamilie aus Hildesheim war begeistert: "Wir haben aus der Zeitung von dieser Veranstaltung erfahren und waren einfach neugierig."