Den Auftakt machte er mit dem Concerto in G-dur von Johann Sebastian Bach - ursprünglich eine Komposition von Prinz Johann Ernst von Sachsen, die Bach auf die Orgel übertragen hatte. Fröhlich jubilierende Klänge in den schnellen Sätzen umschlossen einen langsamen, nachdenklichen Satz.
Die Sonate in d-moll von Johhann Gottlob Töpfer stellte mit ihrer musikalischen Dramatik im Wechsel mit liedhafter Sanglichkeit die größte Herausforderung an den Künstler und wurde meisterhaft umgesetzt - ein beeindruckender Hörgenuss. Einen meditativen Ruhepunkt bildeten Liedvertonungen von Johann Sebastian Bach.
Die Toccata in D-moll von Max Reger war geprägt von überschäumenden fortissimo wechselnd mit zarten, leisesten Elementen. Auch Paul Hindemiths 2. Orgelsonate gaben solche Elemente einen ganz eigenen Reiz. Eine wunderbare Programm-Synthese bildeten Dieter Blums Variationen des Liedes "o Haupt voll Blut und Wunden" im Stil der Romantik,der Moderne und des Barock.
Das Orgelkonzert fand mit einer zart berührenden Interpretation des Abendliedes "Der Mond ist aufgegangen" seinen Ausklang.