Sie haben sich bei den im März durchgeführten Kommunalwahlen nicht mehr zur Verfügung gestellt. Das Durchschnittsalter des Marktgemeinderates sinkt von bisher 53 Jahren auf 45,5 Jahren. Mit diesen 13 scheidenden Ratsmitgliedern gehen nun auch 210 Jahre Kommunalerfahrung in den verdienten Ruhestand.

"Auch wenn wir ihnen eine ruhigere Zeit gönnen, wissen wir, dass das angesammelte Wissen nicht verloren ist, sondern bei Bedarf weiterhin zur Verfügung steht", hofft der Bürgermeister. Nicht nur der Bürgermeister bestätigte die gute Arbeit des Gremiums, sondern auch die Ausscheidenden sprechen von guten und vernünftigen Jahren der gemeinsamen Arbeit. In den vergangenen sechs Jahren wurden in 134 Sitzungen mit 2401 behandelten Tagesordnungspunkten 1380 Beschlüsse gefasst.

In Anerkennung der Verdienste um das Gemeinwohl gab es auch Auszeichnungen. Nach sechs Jahren stellte sich der Ortsbeauftragte von Wittershausen, Christian Sell, nicht mehr zur Wahl. Bereits seit 2002 waren Gerhard Füller (Schlimpfhof), Christian Hüfner (Thulba), Michael von Prümmer (Oberthulba), Ortsbeauftragter Armin Schaub (Reith), Hermann Schlereth und Ortsbeauftragte Barbara Schöner (beide Oberthulba) im Ratsgremium. Schöner versicherte: "Man konnte in der Zeit viel Erfahrung sammeln. Mir haben diese Jahre viel gebracht und ich werde gerne zurückdenken".

Nach 18 Jahren schieden aus: Reiner Herold (Oberthulba), Walter Manger (Thulba) und die Ortsbeauftragte von Hassenbach, Gabriele Pentenrieder. Vier Perioden, das heißt 24 Jahre, waren im Marktgemeinderat verantwortlich: Ortsbeauftragter Hubert Fröhlich aus Frankenbrunn und Manfred Manger aus Thulba. Manger war Ortsbeauftragter und gleichzeitig zwölf Jahre 2. Bürgermeister. Auch der bisher dienstälteste Marktgemeinderat scheidet aus. Es war mit fünf Wahlperioden der Ortsbeauftragte aus Schlimpfhof, Ewald Schlereth. Zwölf Jahre füllte er auch das Amt des 3. Bürgermeisters aus und war auch 30 Jahre Ortsbeauftragter. Alle Ausscheidenden lobten das gute und harmonische, sowie kameradschaftliche Verhältnis unter den Kollegen.

Besonderer Dank ging an die scheidenden Bürgermeister-Vertreter Manfred Manger und Ewald Schlereth. Sie seien mit ihrer Erfahrung immer loyale und verlässliche Unterstützer mit dem richtigen Gespür gewesen und hätten auch immer den Weg nach vorne gesehen, stellte der Bürgermeister fest.

Für die Ausscheidenden dankte stellvertretend Gerhard Füller dem Bürgermeister und den übrigen Gemeinderäten für das stets gute Miteinander und wünschte auch den weiteren Erfolg mit dem neuen Gemeinderat. Und auch Ewald Schlereth bestätigte: "Mir hat die Arbeit in all den Jahren viel Spaß gemacht".