Wer Jugendlicher in Westheim ist, kann sich glücklich schätzen. Denn mit dem Jugendraum in direkter Nachbarschaft von Kindergarten und Vereinsheim wird jungen Menschen im Alter von zwölf bis 21 Jahren eine noble Bleibe geboten.
Ein Jahr lang besteht dieses schmucke Appartement, dem die Bezeichnung Jugendraum nicht annähernd gerecht wird. Eine großzügige Sitzecke mit mehreren Sofas, ein langer Bartresen, sanitäre Einrichtungen, helle Farben und ein freundliches Ambiente - darin fühlen sich die knapp zwei Dutzend Jugendlichen recht wohl. Es steckt viel Arbeit in diesem Projekt, aber auch Spendengeld und noch mehr Herzblut, ließ Ortsbeauftragte und Sprecherin Gabi Ebert (FW) in ihrer Rückschau durchblicken.


Kein klassischer Verein

"Nein, ein klassischer Verein ist das Projekt Jugendraum nicht", stellte Ebert fest. Dennoch auf der ersten Jahreshauptversammlung wurde quasi ein Vorstand gewählt, der für ein Jahr lang Verantwortung übernimmt. So gibt es keine Vorsitzenden, aber Sprecher in ähnlicher Funktion. Erster Sprecher ist Fabian Martin und zweiter Sprecher Max Noah. Der erste Kassier heißt Leon Wahler und dessen Stellvertreter Jannik Wüscher. Jana Wahler ist Schriftführerin, und ihre Vertreterin ist Lea Wüscher. Der Sprecher (U16) für die Jugendlichen unter 16 Jahren ist Marcus Noah. Gabi Ebert sowie "Hausmeister und Kümmerer" Rainer Sitzmann bilden den Beisitz.
Geplant worden sei das Vorhaben Jugendraum schon im Februar 2012, erinnerte Ebert. Am 3. Oktober 2015 sei die Einweihung für das Projekt gewesen. Als Träger funktioniere die Stadt Hammelburg. Genau so wie für den benachbarten Kindergarten. Eine zentrale Heizungsanlage bringt in den kalten Tagen angenehme Wärme in beide Gebäude. Dennoch blieb die Frage offen, wie bei einem Defekt der Heizungsanlage zu reagieren sei.


Viel Arbeit investiert

Schriftführerin Jana Wahler berichtete, wie eifrig man auf den Einweihungstermin im vergangenen Jahr hinarbeitete. "Es gab abschließende Arbeiten für uns, dann die Einweihungs-Vorbereitungen und Verschönerungsarbeiten draußen im Gartenbereich." Eine Musikanlage konnte angeschafft werden. Der herzliche Dank der Jugend ging an den hilfreichen guten Geist Rainer Sitzmann, der oft schon mit Rat und Tat gern zur Seite stand und weiterhin helfen will.
"Wir fühlen uns wohl und geborgen", bestätigen die Jugendlichen. Wenn andernorts höchstens mal ein Bauwagen für die Jugend organisierbar ist, so ist der Westheimer Jugendraum gewissermaßen ein Grandhotel der Nobelklasse unter den Jugendlichen.
Wer jetzt neugierig geworden ist, der sollte am besten an den Nachmittagen freitags oder samstags dort vorbeischauen. Der neu gewählte Stab der Verantwortlichen wird noch einen genauen Plan der Öffnungszeiten ausarbeiten.