Drei Betonmasten mit Freileitungen befinden sich noch in Reith. Sie stehen am Heeggraben und in der Neuwirtshauser Straße, teils auch auf Privatgrund. Der Marktgemeinderat stimmte in seiner Sitzung am Dienstag der Verkabelung dieser 20-Kilovolt-Leitung zu. Von den Kosten, die auf etwa 55 000 Euro beziffert werden, hat die Gemeinde rund 10 000 Euro zu tragen. Gleichzeitig soll mit der Erdverkabelung in einem Teilbereich ein Fremdwasserkanal auf einer Länge von rund 60 Metern verlegt werden. Die Verkabelung übernimmt das Bayernwerk, und zwar noch in diesem Jahr.
Um Änderungen bei der Stromversorgung, und zwar zum Wasserhaus in Thulba, ging es auch bei einem weiteren Tagesordnungspunkt. Dass sich hier einiges ändern muss, hat sich bereits bei der Planung der umfangreichen Sanierung ergeben. Probleme hat es laut Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU-FW) und Marktgemeinderat Alexander Muth (BV Thulba) in der zurückliegenden Zeit immer wieder gegeben.
Nicht nur bei Festen der Vereine an der Thulbatalhalle, sondern auch im Wasserhaus seien bei Überlastungen Sicherungen geflogen. Emil Schäfer von der Firma BaurConsult (Hassfurt) stellte den Räten die Pläne einer neuen Leitung von Strommasten in der Nähe der ehemaligen Kläranlage bis zum Wasser- beziehungsweise Maschinenhaus vor. Sie soll von bisher 50 Ampere auf 160 Ampere verstärkt neu verlegt werden. "Die Trasse durchquert die Thulba und führt am Grünstreifen entlang des Sportgeländes vorbei bis zur Wasserversorgung", erläuterte Schäfer.

Keine Kosten für die Vereine

Dazwischen wird es einen Energieverteiler geben, über den Turnhalle, FC-Sportzentrum und Schützenverein versorgt werden. Sie werden einen Festplatzverteiler mit eigenen Zählern erhalten. "Dieser sollte an der Außenwand der Thulbatalhalle aufgestellt werden", wünschte sich Alexander Muth. Dort störe er die Vereine beim Festzeltbetrieb am wenigsten.
Das Aufstellen von Baustromzählern bei Festen sei dann nicht mehr nötig, sagte Schäfer, und Elektrofachmann Alexander Muth ergänzte: "Ich könnte bei Festen meinen Werkzeugkoffer daheim lassen, denn dann wäre das Problem gelöst, dass immer wieder Sicherungen fliegen." Emil Schäfer legte bei seiner Planung auch großen Wert auf die Sicherheit der Anlagen.
Laut Aussagen des Bürgermeisters kommen keine Kosten auf die Vereine zu. Der Anschluss an die Thulbatalhalle mit entsprechenden Verteilern und Leitungsverlegung würde etwa 10 000 Euro kosten. Der Anschluss bis zum Maschinenhaus wird auf weitere etwa 60 000 Euro geschätzt. Die Räte stimmten zu, sodass die Ausschreibung der Arbeiten umgehend möglich ist.
Die beiden Brücken in der Kissinger Straße bekommen wegen ihres schlechten Zustands eine Tonnagenbeschränkung auf 7,5 Tonnen. Das macht auch eine Veränderung der Buszufahrt nach Oberthulba notwendig. Weil die Busfahrer sich immer wieder über den engen Bereich der Kissinger Straße bis zum Marktplatz quälen mussten, komme ihnen diese Änderung nicht ungelegen, hieß es.
Seit 13. Januar gibt es zwei neue Haltestellen. Für die Strecke Bad Kissingen-Hammelburg befindet sie sich an der Sparkasse, für die Linie Oehrberg-Bad Kissingen an der Straße "Zum Hellbach". Die Haltestellen sind nicht weit voneinander entfernt - ideal fürs Umsteigen. Doch soll im Bereich der Sparkassen-Haltestelle von der Einmündung "Zum Hellbach" bis zur Einmündung "Baumgarten" ein einseitiges, eingeschränktes Halteverbot angeordnet werden. Sonst ist mit einer Blockierung des durchgehenden Verkehrs zu rechnen. Im übrigen gebe es im Umfeld des Geschäftsviertels genug Parkplätze, so der Bürgermeister.
Kaum sind Kreisstraße und Ortsdurchfahrt in Hetzlos fertig gestellt, kommen die ersten Klagen der Bevölkerung. Ortsbeauftragter Klaus Kunder (WG Hetzlos) informierte, dass zu schnell gefahren werde. "Auch fahren die Lkw beim Ausweichverkehr teils über die neuen Gehsteige", berichete Kunder. Bürgermeister Schlereth schlug vor, zunächst das gemeindliche Tempomessgerät aufzustellen.