"Die vergangenen sechs Jahre waren die besten", lobte Lutz die "konstruktive Zusammenarbeit". Mit Selbert hatte Lutz vier verschiedene Bürgermeister erlebt: Rudolf Winter, Thomas Bold, Herbert Kohlhepp und Jürgen Karle. "Alle vier sind unterschiedlich", erinnerte sich Selbert. "In diesen 24 Jahren wurde viel bewegt." Das gelte insbesondere für die Projekte Trinkwasserversorgung, Kanalbau und Kläranlagen. "Ich hatte viel Spaß an meinem Ehrenamt, insbesondere freute ich mich über den kollegialen und freundschaftlichen Umgang mit den anderen Räten."

Verabschiedet wurden vier Räte, die seit 18 Jahren dem Gremium angehörten. Brigitte Haas (FWG): "Für mich war es eine lehrreiche Zeit, die mich aber auch gehörig in Anspruch nahm". Georg Ullrich (FWG): "Die große Kollegialität empfand ich als angenehm. Es gab weder ein separates Ortsdenken noch Fraktionsdenken sondern man schaute positiv nach vorn zum Wohl der gesamten Gemeinde". Eugen Bock (FWG): "Die Zusammenarbeit begeisterte mich und es hat gepasst im Gemeinderat". Werner Vogt-Kaute (FWG): "Ich habe diese 18 Jahre im Gemeinderat nicht bereut und empfand sie als angenehm. Einige Dinge wurden in die Wege geleitet, die den Gemeinderat noch in Zukunft beschäftigen werden, wie zum Beispiel die Dorferneuerung."

Leckereien zum Abschied

Seit zwölf Jahren war Jürgen Müller (FWG) Mitglied des Gemeinderates. "Im Gremium fand ich stets eine gute Stimmung vor, sieht man von der lebhaften Windkraftdiskussion im Jahr 2002 einmal ab." Seit sechs Jahren gehörten Peter Görke (FWG) und Thomas Kleinhenz (FWG) dem Gemeinderat Wartmannsroth an. Astrid Mützel (FWG) versüßte den Abschied der scheidenden Räte mit Worten und Leckereien.

Bürgermeister Karle zog Bilanz aus den vergangenen sechs Jahren: angefangen vom Begrüßungsgeld für Neugeborene und dem Förderprogramm zum Bau-Kindergeld, über den noch nicht vollendeten DSL-Ausbau bis hin zur Beteiligung an kommunalen Allianzen und der zurzeit laufenden Dorferneuerung.

Das Thema Windkraft sei im Bereich der Gemeinde mittlerweile abgeflaut, sagte Karle. Gelöst sei das Thema Holzplätze.