Eine Ära geht zu Ende. Der Fuchsstädter Wald - vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten seit 16 Jahren betreut - steht ab dem neuen Jahr unter Aufsicht der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG), der sich die Gemeinde anschloss. Forstdirektor Wilhelm Schmalen gab einen abschließenden Überblick über die Tätigkeiten des Amtes in dessen Ägide. So wurde 1998 der erste Forstwirtschaftsplan erstellt. Zehn Jahre später lagen bei der Standortkartierung aussagekräftige Ergebnisse vor, die besagten, dass der Forst über 95 Prozent wuchskräftigen Boden verfügt. Im Zuge der Zwischenrevision 2009 entstanden die neue Karte des Gemeindewalds und die Erschließungswege im "Dörnig" und im "Reitgrund". Ein größeres Areal wurde aus Naturschutzgründen aus der Nutzung genommen.
Der tatsächliche Zuwachs betrug jetzt 8,5 Festmeter (fm) pro Hektar, mehr als geschlagen wurde. "Seit Aufnahme der amtlichen Betreuung wurden rund 100 000 fm im Gemeindewald geschlagen. Doch der Einschlag ist noch unter dem Soll, das heißt der Wald nimmt an Masse zu", so Schmalen. Für die vorbildliche Waldbetreuung erhielt Fuchsstadt 2009 den Staatspreis.
Was die Einnahmen angeht, erzielte die Gemeinde seit 1993 fast nur positive Ergebnisse. "Der Wald steht gut und ist ein Wirtschaftsfaktor, der jährlich rund 60 000 und mehr Euro bringt", stellte der Forstdirektor fest. Nach Förster Wolfgang Kuhlmann ist "mehr zusammengekommen als eigentlich geplant war, bedingt durch guten Zuwachs, Sturmschäden oder durch Käferholz. Bei der Pflege und der Wiederaufforstung ist Fuchsstadt gut dabei", betonte der Förster, der für 2014 Einnahmen bis zu 90 000 Euro prognostizierte.

10 000 Pflanzungen geplant

Kuhlmann bleibt weiterhin für den Privatwald zuständig, und auch das Amt ist noch in hoheitlichen Aufgaben mit der Gemeinde verbunden. Der neue Förster, Christof Arndt, und FBG-Geschäftsführer Fabian Menzel stellten die Planung für das nächste Jahr vor. Danach ist zur Qualitäts- und Ertragssteigerung eine Jungdurchforstung vorgesehen.
Eine Altbestände-Durchforstung dient vorrangig der Forcierung der diesbezüglich besten Bestände. Im "Eidel", "Birkenbusch" und "Lauerbach" wollen Arndt und die Gemeinde-Forstarbeiter rund 10 000 Pflanzen einbringen. Der Wirtschaftsplan erhielt die einmütige Zustimmung des Gemeinderats.
Ebenso bewilligte das Gremium die Weiterführung der Sanierung der Fuchsstädter Schule mit Turnhalle, speziell was Statik, Brandschutz und die energieeinsparenden Maßnahmen betrifft. Auch die Umrüstung der Straßenbeleuchtung mit insgesamt 17 Leuchten "Am Sportplatz" und in der "Weinbergstraße" auf LED-Beleuchtung ist beschlossene Sache. Im Gegensatz zum früheren Pauschalbetrag für Reparaturen an der Beleuchtung werden Ausbesserungen an den LED-Leuchten nach Arbeit abgerechnet.
Ebenso gab der Rat "grünes Licht" für zwei Bauanträge. Otmar und Hiltrud Bayer wollen einen Altbau abreißen und ein altersgerechtes Mehrfamilienwohnhaus erbauen. Erwin Mützel plant den Abbruch einer einsturzgefährdeten Scheune. Aufgrund eines Einbruchs ins Feuerwehrhaus stellte Bürgermeister Peter Hart (CSU/ UWG) Sicherungsmaßnahmen für das Gebäude zur Debatte. Der Gemeinderat will sich von der Kriminalpolizei beraten lassen.