Insbesondere Abbieger aus der Elfershausener Straße/ Am Rasen oder aus dem Schafhof tun sich in Aura derzeit schwer. Die Brücke ist während der Bauarbeiten nur einspurig befahrbar. Günter Sauer bemängelte in der Abschlusssitzung des bisherigen Gemeinderats zudem, dass kein Fahrverbot für den Schwerlastverkehr bestehe. Bei einem Ortstermin mit der Straßenbaubehörde werde eine Schwerlast-Umgehung noch einmal geprüft, informierte Bürgermeister Thomas Hack. "Die Chancen tendieren jedoch gegen Null", glaubt er.
"Welchen Weg sollte der Schwerlastverkehr von Oberthulba in Richtung Schweinfurt auch nehmen? Viele Laster fahren ohnehin schon von Oberthulba nach Elfershausen. Aber das Landratsamt kann diesen Verkehr nicht komplett aus Aura aussperren. Wahrscheinlich bleibt es bei der jetzigen Lösung", fügte er hinzu.

Planung abschließen

Die Neugestaltung des Festhallenumgriffs im Rahmen der Dorferneuerung beurteilt das Amt für ländliche Entwicklung (AlE) zum jetzigen Zeitpunkt wegen der laufenden Bauarbeiten als "schwierig umsetzbar". Die Behörde signalisierte jedoch, dass die Planungen durch die Architekturwerkstatt fortführbar seien. Auch wenn die Realisierung später erfolgt, habe dies keine förderschädliche Wirkung. Hack hätte gerne eine "abgeschlossene Planung, um diese noch zeitig mit den Anwohnern durchsprechen zu können." Dem stimmte das Gremium zu.
Trotz hauptsächlicher Finanzierung durch das Staatliche Bauamt hatte der Rat die Aufträge zur anstehenden Sanierung der Hauptstraße zu vergeben. Die Kampfmittel-Schutzprüfung übernimmt die Würzburger Firma Carls, den Auftrag für ein Bodengutachten erhielt die Firma GMPP, die ebenfalls in Würzburg ansässig ist, beschloss der Rat.
Er willigte auch in die Beschaffung von vier Atemschutz-ausrüstungen für die Freiwillige Feuerwehr ein, die Kommandant Andreas Nuss beantragt hat. Nuss argumentierte, dass die besagte Ausrüstung Standard bei den Wehren sei. "Je eher wir in die Beschaffung einsteigen, umso eher können wir trainieren und Erfahrungen weitergeben." Etwa 500 bis 700 Euro pro Ausrüstung kommen laut Kommandant auf die Gemeinde zu.

Dankesworte zum Abschied

Eine Zusatzvereinbarung für LED-Leuchten, die nicht im bestehenden Vertrag beinhaltet ist, erhielt einmütige Zustimmung. Die Gemeinde Aura beabsichtigt mehrere Straßenzüge mit diesen Leuchtmitteln auszustatten um Stromkosten einzusparen.
In der letzten Sitzung der Legislaturperiode verabschiedete Thomas Hack fünf Ratsmitglieder, die dem neuen Ratsgremium nicht mehr angehören und damit die Hälfte des Gemeinderats."Es ist ein Abschied, der für den Ort bedeutsam ist. Ich hoffe, ihr nehmt gute Erinnerungen mit", betonte der Bürgermeister, der in einem kurzen Rückblick die wichtigsten Maßnahmen der letzten sechs Jahre passieren ließ. Sein Dank galt dem regen Mitwirken der Scheidenden, dem "Team-Spirit" und der vertrauensvollen Zusammenarbeit, "die auch mir eine Hilfestellung waren", so Hack, der eine Urkunde, die Jubiläumsnadel Auras und ein Weinpräsent überreichte.
Josef Hammerl, der insgesamt 18 Jahre dem Gemeinderat angehörte, bescheinigte Hack besonderes Engagement auf dem Sektor "Bildung und Schule". Zudem war der Träger der Auraer Bürgermedaille viele Jahre Kirchenpfleger. Norbert Schmitt vertrat in 18 Ratsjahren vorrangig die Interessen der Waldkörperschaft, deren Vorsitzender er war. Als "Mann des Volkes" artikulierte er die Meinung der Dorfbewohner, besonders der Anlieger im Brückenviertel. Heinz Frank nahm ohne Zögern das Ehrenamt nach dem Tod von Martin Baldauf an und führte es vier Monate bis zur Neuwahl als "ausgleichendes Element" zu Ende. Günter Sauer fokussierte den Blick auf das finanziell Machbare und galt im Rat als "Rechner und Hüter des Geldes". Die Vereine Auras lagen ihm am Herzen. Von Sauer, der zwölf Jahre Ratsmitglied war, gingen viele Ideen und Anregungen aus. Roland Hirt, der ebenfalls ein Dutzend Jahre im Gremium wirkte, war das Gemeinschaftsleben und die Vereine ein Herzensanliegen. Gemeinsam mit Alfred Graser galt er als handwerklich-technisch versierter Berater, der geradeheraus seine Meinung sagte.
Dem Dank der Scheidenden war zu entnehmen, dass sie gerne - trotz manch kritischen Wortes - in diesem Gremium mitarbeiteten und die letztlich gute Zusammenarbeit und Harmonie schätzten.