Denn die neue Brücke ist jetzt fertig. Damit endet eine mehrjährige Diskussion in dem Hammelburger Stadtteil.
"Wir sind froh, dass es mit den Bauarbeiten so gut funktioniert hat", sagt auf Nachfrage Tobias Knüttel (CSU), Ortssprecher von Morlesau. Er äußert sich vor allem erleichtert darüber, dass die Arbeiten vor Jahresende abgeschlossen werden konnten. Denn der Bau hätte viel länger dauern können.

Doch die komplette Sperrung der Bahnverbindung Gemünden-Bad Kissingen in den Sommerferien kam dem Bauvorhaben sehr entgegen. Die wesentlichen Teile der neuen Konstruktion konnten errichtet werden, ohne dem Bahnverkehr in die Quere zu kommen. Es war auch keine aufwendige Umhausung der Baustelle notwendig.
Die neue Brücke besteht aus Beton und wird von zwei Stützpfeilern getragen. Sie ersetzt die bisherige, aus dem Jahr 1985 stammende Holzkonstruktion. Die war über die Jahre marode geworden und zeigte vor allem Feuchtigkeitsschäden. Eine Reparatur lohnte sich für die Stadt nicht mehr.

Im Jahr 2013 setzte sie zunächst das zulässige Gesamtgewicht für Fahrzeuge, die die Brücke passieren wollen, auf 3,5 Tonnen herunter. Das machte vor allem den Landwirten zu schaffen. Um ihre Felder jenseits der Bahnstrecke zu erreichen, mussten sie seitdem einen längeren Umweg in Kauf nehmen. "Ein Traktor hat heute schnell sechs oder sieben Tonnen Gewicht", sagt Knüttel. Mit Anhänger steige das Gesamtgewicht noch.

Die neue Brücke dagegen ist jetzt uneingeschränkt befahrbar. Es sei schon merkwürdig gewesen, als das Schild weg war, meint Knüttel.

Der Neubau kostet rund 700 000 Euro. Die Stadt hat von der Regierung von Unterfranken die Zusage über einen Zuschuss von 450 000 Euro. Die Konstruktion ist fast 32 Meter lang und 6,5 Meter breit. Die frühere Holzbrücke ist in Einzelteile zerlegt und abtransportiert worden.