Mittlerweile habe die Anzahl der Bedürftigen die 250er Marke weit überstiegen, bestätigte Dieter Roth, Vorsitzender der Hammelburger Tafel. Zum zehnjährigen Bestehen dieses sozialen Vereins gab es ein Benefizkonzert in der Musikakademie.
Südtiroler Klänge, schottische Melodien, Märsche und Filmmusiktitel erklangen im Großen Saal. Denn musikalisch gefeiert wurde dieses Datum mit den Blaskapellen aus Diebach und Untererthal sowie mit der Trachten-Volkstanzgruppe aus Fuchsstadt.
"Nachdem im April 2004 die Kissinger Tafel gegründet wurde, beschloss unser Ehrenvorsitzender Winfried Benner dies ebenfalls in Hammelburg", wies Roth in seiner Rückschau auf den 13. Mai 2004 hin. Der Eintrag ins Vereinsregister sei vor zehn Jahren am 28. Mai 2004 erfolgt.
"Hartz-IV-Empfänger, arme Rentner und Flüchtlinge - bundesweit gibt es rund 1,5 Millionen Nutzer dieser Tafeln", stellte der Nordbayerische Ländervertreter Bernhard Saurenbach fest. Insgesamt seien etwa 60 000 ehrenamtliche Helfer dafür eingespannt. "Die Kluft zwischen arm und reich wächst weiterhin", sagte Saurenbach. So steige auch die Zahl der Bedürftigen in Hammelburg. Sauren bach lobte das örtliche Versorgungssystem, das von Gerd Kirchner, Logistik-Verbund Schweinfurt, geleitet werde.
"Die Geschichte der Hammelburger Tafel ist eine Erfolgsgeschichte", würdigte Bürgermeister Armin Warmuth das Jubiläum. Sozial Benachteiligten komme die nötige Hilfe zugute. Warmuth dankte den engagierten Helfern als auch den großzügigen Spendern. Roth erinnerte an die zum großen Teil gesponserten Fahrzeuge und erinnerte auch an den Besuch des Würzburger Bischofs Friedhelm Hofmann. Ohne die Räume der ehemaligen Bäckerei Claßen und die bestehende logistische Rhönachse hätte die Hammelburger Tafel nicht in diesem Maße wachsen können.