Zuletzt hatte der Kindergarten St. Martin in Untererthal eine neue Kinderkrippe bekommen. Ende Mai wurden die Räumlichkeiten eingeweiht. So konnte Silke Preyer nun bilanzieren: "Der Bedarf ist eigentlich gedeckt. Es gibt keine Anfragen, die wir nicht aufnehmen können." Die Verwaltungsangestellte gab den Mitgliedern des Hauptausschusses einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen in der Kinderbetreuung.

Auf Stadt und Stadtteile verteilen sich acht Kindergärten. In der Kernstadt übernehmen die Kirchenstiftungen die Trägerschaft, in den Stadtteilen Vereine. Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) dankte für deren Engagement. Insgesamt gibt es 365 Plätze für Kindergartenkinder und 95 Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren. Alle Einrichtungen haben eigene Krippenräume, mit Ausnahme von Obereschenbach. Dort sind die Krippenplätze in das Angebot an Regelplätzen integriert.

In Obereschenbach sei es räumlich nicht anders möglich, sagte der Bürgermeister. Die mit insgesamt 25 Plätzen kleinste Einrichtung ist als einzige auch nicht generalsaniert. Das liegt an der Situation der Kinderzahl, wie Warmuth erklärte.

Ansonsten aber hat die Stadt in den vergangenen Jahren viel Geld für die Kindergärten und den Ausbau der Krippen ausgegeben. "Wir haben rund 1,8 Millionen Euro investiert. Das zeigt, dass uns die Kindergärten etwas wert sind", meinte Reimar Glückler (CBB).

Dazu kommt noch jährlich ein Betriebskostenzuschuss von etwa 800 000 Euro. In der jüngsten Vergangenheit hatte die Stadt auch dreimal Defizite der Träger übernommen. Der größte Betrag war mit 12 000 Euro das Defizit in Diebach. Von den Bundesmitteln, die die Stadt für Krippenkinder bekommt, reicht die Kommune 50 Prozent an die Einrichtungen weiter. In anderen Gemeinden werde das durchaus anders praktiziert, erklärte Preyer.

Mit der Pfarrgemeinde Pfaffenhausen teilt sich die Stadt die Kosten für den Kindergartenbus vom Ortsteil zur Kindertagesstätte St. Marien - zuletzt waren es rund 600 Euro für die Stadt. Der Bus zwischen Obererthal und Untererthal kostet inklusive Fahrerin bis zu 8000 Euro jährlich. Das Fahrzeug bringt auch die Kinder der Hammelburger Asylbewerber zum Kindergarten St. Martin in Untererthal.

Die Eltern müssen bei den Beiträgen, die sie für die Betreuung zahlen, mit Erhöhungen rechnen. Laut Preyer werden ab September einige Kindertagesstätten die Beiträge pro Einheit um 5 Euro und gleichzeitig die Krippenbeiträge um 15 Euro anheben. Einige Einrichtungen werden teilweise erhöhen oder erst im kommenden Jahr.