Das beliebte Volksmusik-Ensemble, das seit 17 Jahren für Laune und Stimmung sorgt, löst sich zum Jahresende auf und sagte der Marktgemeinde mit einem Wirtshaussingen "Ade".
"Die Auflösung war schon länger festgelegt. Zwei unserer Kameraden sind bereits verstorben und fünf weitere haben den 70. Geburtstag schon hinter sich", begründet Peter Kleinhenz, Sprecher der Bergmusikanten. Der Musiker und Sänger hat aber ein Ass im Ärmel, nämlich die "Rucksack-Musikanten" als Nachfolger der noch bestehenden Band. "Der größte personelle Anteil der Neugründung besteht aus Ehemaligen", fügt er hinzu.
Nach Übergabe des Saale-Musicum-Floßes durch Erdinc Yurdakul, die rechte Hand des künstlerischen Leiters der Bayerischen Musikakademie Hammelburg, begrüßte Bürgermeister Karlheinz Kickuth die Gäste im Schlosshof, darunter offensichtlich Fans der Musiker.
Er bestätigt: "Ohne die Waldfensterer wären nicht soviele Zuhörer aus anderen Orten hier. Und es sind gemischte Jahrgänge wobei die über 60-Jährigen überwiegen." Die Frage nach den fehlenden, heimischen Akteuren, Kapellen, Gesangvereinen und Singgruppen - beantwortete Kickuth mit dem Hinweis auf Absagen wegen zeitlicher und personeller Probleme. Hinzu kommt, dass der Gemeindeteil Machtilshausen sein eigenes Saale-Musicum veranstaltet und seine musikalischen Kräfte wohl selbst braucht.


Mit Teufelsgeige

Wird es nicht monoton wenn nur eine Kapelle bei der Veranstaltung auftritt? Die meisten Gäste verneinen dies, so wie Magdalena Dünisch: "Wegen den Bergmusikanten bin ich ja speziell gekommen. Ich höre sie immer wieder gern." Hin und wieder gibt es jedoch auch Stimmen, die "ganz gerne mal Musikanten und Sänger aus unserer Region" zugehört hätten. Die bewirtende Feuerwehr Elfershausen hatte gut zu tun und das Open-Air-Wirtshaussingen mit Teufelsgeige war nach dem Geschmack der meisten Besucher. Es gibt noch einige Möglichkeiten den Bergmusikanten zu lauschen: bei Festen, Kirchweihen oder am 15. August auf der Gemündener Hütte.