Die Sanierung der Wasserleitung und der Kanalisation in der Hauptstraße sehen ihrer Realisierung entgegen. Planer Matthias Kirchner, der die Maßnahmen im Detail im Gemeinderat noch einmal erläuterte, strebt die Fertigstellung des Projekts - vorrangig den Wasserleitungsbau - bis Ende Oktober an.
Kostensteigerungen sind durch die Bodenerkundung zu erwarten. Hier stellte sich heraus, dass die gesamte Ortsdurchfahrt teerhaltiges Material enthält. Das bedeutet, dass der aufgebrachte, nicht belastete, Asphalt abgefräst und der darunterliegende Teer in Schollen abzutragen ist. Der Untergrund ist zudem durch Ziegel- und andere Auffüllungen verschmutzt, die zu entfernen sind. Das gesamte Material wird in der Erdaushub-Deponie zwecks Prüfung zwischengelagert und fachgerecht entsorgt oder wiederverwendet. Die Kosten laufen in die Vergabe ein.

Wasserversorgung gewährleistet

Das Leistungsverzeichnis für Wasserleitung und Kanalarbeiten beläuft sich auf aktuell 397 000 Euro inklusive Mehrwertsteuer, minimiert sich aber durch die Wassersteuer um ca. 70 000 Euro. Planungskosten sind nicht enthalten. Kirchner legte zehn Firmen vor, die in beschränkter Ausschreibung ermittelt wurden. Gemeinderat Hans Jürgen Kaiser empfahl die zusätzliche Aufnahme der Firmen Heil und Stolz in die Liste, was der Rat befürwortete. Submission ist am 7. August, der Baubeginn ist für die 35. Kalenderwoche geplant. Die Wasserversorgung ist während der Bauzeit gewährleistet.
Für das Projekt muss die Gemeinde Aura ein Darlehen von 220 000 Euro aufnehmen. "Mehr geht im Augenblick nicht", so Bürgermeister Thomas Hack, der im Nachtragshaushalt im Herbst ein weiteres Darlehen von 170 000 Euro anvisiert. In die Nachtragsvereinbarung über die Planung der Randstreifen der Staatsstraße zwischen der Gemeinde und der Teilnehmergemeinschaft fließen zu den bestehenden 566 000 Euro noch 90 000 Euro Planungskosten ein. Für diese Summe erhält Aura einen Zuschuss von 58 Prozent.

Beitritt zur Allianz

Einmütig trat die Gemeinde Aura dem Verein "Allianz fränkisches Saaletal e. V." bei. Der Verein schafft sich damit die rechtliche Grundlage zur Durchsetzung gemeinsamer Projekte der zusammengeschlossenen Kommunen. Der Rat erklärte sich auch mit der Ausschreibung für die Einstellung eines Managers einverstanden. Neben Bürgermeister Thomas Hack bestellte das Gremium Gemeinderat Markus Hack zum Mitglied und Vize-Bürgermeister, Alfred Graser zum Rechnungsprüfer in der Allianz-Versammlung. Eine Absage erhielt dagegen der Verein "Pro Jugend e. V." Hans Jürgen Kaiser argumentierte, dass die Jugendarbeit in Aura "durch die Vereine sehr gut abgedeckt ist". Um den Jugendbetreuer des Landkreises, Tobias Meierl, eine effiziente Arbeitsgrundlage zu geben, wären fünf Stunden wöchentlich notwendig, die sich übers Jahr auf 8000 Euro summieren. "Für dieses Geld haben wir eine bessere Verwendung im Jugendbereich", plädierte Kaiser mit dem Hinweis, dass es auch noch die gemeindlichen Jugendbeauftragten gebe. Der Bürgermeister bestätigte: "Bezüglich der Jugendarbeit haben wir eine Super-Situation in Aura".
Eine isolierte Befreiung erhielt Bauwerber Stefan Lippert für die Errichtung eines Nebengebäudes auf seinem Anwesen mit der Maßgabe der maximalen Übernahme von drei Metern Abstandsfläche.
Ein neues Gemeindefahrzeug regte Hans Jürgen Kaiser an, da für diesen Zweck auch 10 000 Euro im Haushalt eingestellt sind. Thomas Hack erwog einen Kastenwagen mit Anhänger oder einen Kombi, Kaiser warb dagegen für einen Pritschenwagen (Caddy). Ein gebrauchtes, gutes Fahrzeug zum Preis von 12 000 Euro habe er bereits im Auge und will sich darum bemühen.
Eine Versammlung für die Anwohner der Zehnt findet am 12. August um 19 Uhr in der Festhalle statt.