Kinder und einige Erwachsene waren nach Diebach zu Waldemar Hauk an den Schafhof gekommen, um selbst Apfelsaft zu pressen. Auf der Wiese gleich hinter dem Haus sammelten die Kinder Äpfel verschiedener Sorten. Die Mädchen und Jungen konnten die roten, grünen Äpfel auch probieren. "Manche Äpfel schmecken nicht so gut, sind zum Saftpressen aber besser geeignet", erklärt Hauk. Die Veranstaltung war Teil des Hammelburger Kinderprogramms.

Mit dem Schüttelhaken erprobten sie die beste Technik die Äpfel vom Baum zu schütteln. "Schnell und ruckartig, da fallen die meisten", stellte Max fest. Nach dem Waschen der Äpfel in einem Bottich brauchten die Kinder bei der Hackmaschine viel Kraft und Geduld. Anschließend kam der Brei in die Apfelpresse.


Mit Ausdauer und Kraft

Auch hier war wieder Ausdauer und Kraft gefragt. Bisweilen unterstützten die Väter die Kleinen beim Drehen. Die Arbeit hat sich gelohnt, der frischgepresste Saft schmeckt lecker. Es geht auch mit etwas Aufwand: Jetzt ist auch die richtige Zeit, sich in den Apfelkeltereien von den eigenen Äpfeln Saft pressen zu lassen oder dort frisch gepressten Saft zu kaufen.

Elisabeth Assmann vom Bund Naturschutz hatte Vögel mitgebracht, die auf den Streuobstwiesen leben. Typisch sind der Steinkauz und der Grünspecht, die in alten Bäumen Höhlen bewohnen. Anhand der Schnäbel - ob sie kräftig sind, fein oder spitz - konnten die Kinder erkennen, was die Vögel fressen. "Die Tiere brauchen Samen, Blüten und Insekten. Das finden sie auf Rasen nicht. Dazu braucht es Wiesen und Ackerraine", ergänzte die Ortsbeauftragte, "Streuobstwiesen sind also nicht nur schön anzuschauen, sondern auch ein wichtiger Lebensraum."


Exkursion am 2. Oktober

Wer mehr über Streuobstwiesen und Apfelsorten wissen möchte, kann an einer Exkursion des Bundes Naturschutz am Sonntag, 2. Oktober teilnehmen, die nach Großenbrach führt. Beginn ist um 13 Uhr. Dort sind auf den BN-eigenen Wiesen 180 Apfelbäume zu finden. Treff Wanderparkplatz zwischen Großenbrach und Windheim.