Der Mühlkanal, auch "Herrenthulba" genannt, zweigte einst von der Thulba ab, um die Herrenmühle und später das Elektrizitätswerk anzutreiben. Bereits im 14. Jahrhundert soll der künstliche Wasserlauf angelegt worden sein. Er floss überwiegend offen. Nach der Stilllegung des E-Werks wurde der Kanal zugeschüttet.

Es gibt aber noch Hammelburger, die von dem einstigen Kanal wissen. So rief die Entdeckung der Überreste nun bei Manfred Lomb Erinnerungen an die Geschichte wach. Er meldete sich in der Redaktion, um den Verlauf zu beschreiben.

Der Kanal unterquerte demnach in der Nähe der Unterführung Am Weiten Weg die Eisenbahntrasse. Außerdem berichtete Lomb, dass er "als kleiner Vorarbeiter" Anfang der 1950er Jahre mit dabei war, als Teile des Kanals verrohrt wurden. Lomb war damals 18 oder 19 Jahre alt.