Der Adventsmarkt in den Diebacher Gaden gehört zu den festen Terminen für das Dorf. Auch ließen sich die Besucher inspirieren von der historischen Ausstrahlung der Wehrkirche und des Gadenhofes.

Und bei einsetzender Dunkelheit kam schon etwas Vorweihnachtsstimmung unter den Gästen auf. Dann wirkten die beleuchteten Stände besser, und dann ertönte die Musik der Turmbläser. Dann war auch die Zeit für das Christkind Sandra Brell und seine beiden Engel Maja Müller und Marie Gensler gekommen, von der Treppe der alten Wehrkirche die frohe Weihnachts-Botschaft mit einem Prolog zu verkünden. Es ist derselbe Text, den auch das Christkind in Nürnberg spricht. Mittlerweile war der Gadenhof so voller Menschen, dass kaum noch Platz war.

In den zumeist aus eigener Hand gefertigten kleinen Kunstwerken, die zum Kauf angeboten wurden, steckt viel Kreativität und Fleiß. So zum Beispiel in den Vintage-Artikeln von Sybille Maier aus Diebach. Das sind mit Sorgfalt und Einfallsreichtum gefertigte Karten, die den Eindruck vermitteln, als seien sie schon mindestens 100 Jahre alt. Und die Farbe auf den bunten Kugeln wird nach dem Bemalen durch eine Schrumpffolie geschützt. Bei Maier gibt es auch Shadow-Boxen.


Stricken während des Jahres

"Die Gewinne aus meinem Stand sind für den Kinderschutzbund Peter Pan", erklärt Gunda Keul aus Poppenroth, die heuer schon das siebte Mal in den Diebacher Adventsgaden vertreten ist. Fleißig hat sie schon das ganze Jahr über an den Socken und Schals gestrickt. Die Teddybären tragen das Symbol der Hilfsaktion. Backwaren gab es von Alexander Remling, der seinen Gaden öffnete.

Begeistert waren die Zuhörer vom Gesang des Chors "Monday-Monday", den Barbara Scharf aus Völkersleier schwungvoll leitete. Den Chor gebe es erst seit Januar, sagt sie auf Nachfrage der Zeitung. Jetzt sei der erste öffentliche Auftritt gewesen. Pop und Rock seien wesentliche Merkmale des Chores. Dies macht nicht nur den Sängern Spaß, sondern ließ auch die Zuhörer in der Wehrkirche mitrocken. Der Name des Chores sei deshalb gewählt worden, weil jeden Montag Probe sei.

Zwischen süßen Leckereien, Bratwurst und Glühwein an den Ständen der ansässigen Vereine fanden die Besucher schließlich ihren Weg in die St.-Georgskirche, wo es das Orgelkonzert mit Stadtkantor Dieter Blum zu hören gab. "Ich bin begeistert vom Klang dieser Orgel", sagt Zuhörerin Anita Holzinger, die extra aus dem Raum Fulda anreiste. Klar, diese Orgel wurde erst vor Kurzem saniert. Einen Applaus erhielt aber auch der Chor, der aus dem Hammelburger Kirchenchor sowie der Chorgemeinschaft aus Windheim und Diebach bestand. Zu hören waren zudem Eckhard Holzschuh (Flöte), Christoph Staschowski (Klavier) und Janosch Duda (Geige). Für die Zusammenstellung war Waldeck Jendraschewski verantwortlich.