Mit einem Festgottesdienst und dem anschließenden Neujahrsempfang der Gemeinde im Pfarrsaal wurde das traditionelle Fest des Ortspatrons, des Heiligen Sebastian, würdig begangen. Der feierliche Einzug mit den Fahnenabordnungen der Ortsvereine, den drei Bürgermeistern und Vertretern des Gemeinderats war ein deutliches Zeichen für die enge Verbindung zwischen der politischen und der kirchlichen Gemeinde. Deutlich wurde auch das freundschaftliche ökumenische Miteinander in Nüdlingen. Pfarrer Dominik Kesina freute sich, seinen Mitbruder Pfarrer Philipp Klein von der evangelischen Kirchengemeinde Bad Kissingen willkommen zu heißen. Als Festprediger begrüßte er Prof. Dr. Dr. Anton Schillhan (Großwenkheim).

Der Sportschützenverein gestaltete den Festgottesdienst mit. Für eine hervorragende musikalische Umrahmung sorgte der Kirchenchor St. Kilian unter der Leitung von Christine Stumpf.

Festprediger Dr. Dr. Schillhan ging auf das Wirken und das Martyrium des Hl. Sebastian ein. Dieser hatte sich in der Zeit der Christenverfolgungen für die Christen eingesetzt. "Wer durchhält bis zum Lebensende, der wird die Krone des Lebens erhalten", sagte der Festprediger.

Pfarrer Dominik Kesina bedankte sich herzlich für die Festpredigt. Für die gute Zusammenarbeit zwischen der politischen Gemeinde und der Kirche dankte er Bürgermeister Harald Hofmann, zweiten Bürgermeister Edgar Thomas und dritten Bürgermeister Stephan Schmitt. Ein besonderes Dankeschön für die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes erhielt der Kirchenchor mit seiner Chorleiterin Christine Stumpf.

Bürgermeister Harald Hofmann nutzte den Neujahrsempfang dafür , besonders den zahlreichen ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern in der Gemeinde für ihr Wirken im Gemeinwesen zu danken. Die Teilnahme der Vereine und Verbände, die teilweise mit ihren Fahnenabordnungen in die Kirche einzogen, die Gemeinderatsmitglieder, die Vorstände von Feuerwehr und Rettungswesen, sowie die zahlreichen Gäste und Bürgerinnen und Bürger zeigten, dass der Ortsfeiertag ein ganz besonderes Fest sei. Der Bürgermeister freute sich, sagen zu können: "Wir konnten in unserer kleinen, bescheidenen Welt in Nüdlingen und Haard relativ frei von Ängsten um unsere Zukunft leben".

Hinweis auf Europawahl

Harald Hofmann ging auch auf die sehr gute wirtschaftliche Situation, vor allem in Bayern ein. Europa ringe derzeit um seine Einheit. Der Bürgermeister wies auf die nächste Wahl des Europäischen Parlaments am 26. Mai hin und äußerte die Überzeugung: "Ein starkes, geeintes Europa sichert uns seit 1945 Frieden und Freiheit". Er wies auf die hohe Lebensqualität durch Reisefreiheit, Niederlassungsfreiheit, einheitliche Normen und Verbaucherschutz hin. Die Bürger sollten ihr demokratisches Recht wahrnehmen und zur Europawahl gehen.

Wie bei einer Bürgerversammlung gab das Ortsoberhaupt einen Überblick über eine Vielzahl von Maßnahmen der Kommune. Die Bautätigkeit sei 2018 etwas niedriger gewesen, dafür habe die Planung und Zuschussberatung eine größere Rolle gespielt. Es gab Förderzusagen für das Heimatmuseum, Sturzflutmanagement, sozialer Wohnungsbau, Energiecoaching, das Medienkonzept in der Schule, sowie für das Wirtschaftlichkeitskonzept eines Nahwärmenetzes. Hofmann sagte, die Umsetzungen der Projekte sollten in diesem Jahr beginnen.

Die Zusammenarbeit des St. Johannisvereins und der Gemeinde bei Organisation und Verwaltung der beiden Kindergärten harmoniere bestens. Er sprach den ehrenamtlichen Helfern, den Kommandanten beim Rettungwesen, den Sanitätern, den Vereinsvorständen im Sport und Kulturbereich höchste Anerkennung aus. Der Bürgermeister dankte besonders den Vereinen für die hervorragende Hilfe beim "Großen Seniorennachmittag an Dreikönig". Der Gemeinderat habe einen Förderantrag zur Erstellung eines Städtebaulichen Entwicklungskonzepts gestellt. Der Bürgermeister lud die Bürger außerdem zur Mitarbeit ein.

Bürgerversammlungen

Heuer werde das Straßenbauamt die Trasse der beantragten Ortsumgehung festlegen. Die Einladung zur Bürgerversammlung werde noch vor den Sommerferien erfolgen. Hofmann appellierte an die Bürger der verschiedenen Initiativen, dass man zusammenarbeiten solle, um die Straße so bürgerfreundlich, wie technisch möglich, zu realisieren. Jeder Einzelne entscheide mit seinem Einkaufsverhalten, dass es Geschäften und Betrieben im Ort weiterhin gut gehe. "Die Gemeinde Nüdlingen ist gut aufgestellt", sagte der Bürgermeister. Man werde die Herausforderungen der Zukunft meistern. Ermutigende Worte sprachen Pfarrer Dominik Kesina und sein evangelischer Kollege Pfarrer Philipp Klein Empfang im Pfarrsaal. Beide rieten der Bürgerschaft, optimistisch zu sein. Statt Resignation gelte es, das Gute zu entdecken und zu stärken. Voraussetzung für eine bessere Weltgesundheit und weniger Armut sei eine bessere Bildung. Es gelte auch, mehr Glaubenswissen zu vermitteln. Dies sei die Voraussetzung für eine Neuevangelisierung. Es gehe um gelebtes Christentum. Beide Pfarrer wünschten ein erfolgreiches und gesegnetes neues Jahr.

Mit dem Schnitthapper-Preis wurde die Jung-Unternehmerin Franziska Thomas ausgezeichnet. Sie erhielt die Auszeichnung für die Errichtung eines Hofladens mit Direktvermarktung und für das Engagement für die Umsetzung der Idee eines Allianz-Gemüsekorbs als neue Geschenkmöglichkeit. Dankend nahm Franziska auch den Geldpreis in Höhe von 500 Euro entgegen.