Wenn alles seinen geplanten Gang geht, könnten bei der Unesco in Paris in den kommenden Jahren gleich zwei Anträge eingehen, bei denen Bad Kissingen eine gewichtige Rolle spielt: Bereits auf den Weg gebracht und in trockenen Tüchern scheint die Erweiterung des Biosphärenreservats Rhön bis an die Saale, also mit einem großen Teil der Bad Kissinger Gemarkung und bis vor die Tore der Stadt. Mit dem Weltkulturerbe-Status würde die Stadt dieser unberührten Natur die Tradition als Weltbad gegenüber stellen.

Auch wenn beide Verfahren nichts miteinander zu tun haben, sollten die Verantwortlichen doch die Lehren aus der mehrjährigen Kernzonen-Debatte ziehen: Bei aller Euphorie muss allen Bürgern klar sein, auf was sie sich einlassen. Schließlich sollte es nicht gehen wie in Dresden, wo das Elbtal wieder aus der Unesco-Liste gestrichen wurde.