Der Generalinspekteur, ranghöchster Soldat der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, besuchte das Gefechtssimulationszentrum Heer am Standort Wildflecken während der Übung Xenon Sword 2019 an der etwa 1700 Soldatinnen und Soldaten aus 14 Nationen beteiligt waren, teilt Hauptmann David Bott vom Gefechtssimulationszentrum Heer in Wildflecken mit.

Der Inspekteur ließ sich dabei in die Gefechtsstände des I. Deutsch/Niederländischen Korps aus Münster, der 1. Panzerdivision aus Oldenburg und der teilnehmenden Brigaden aus Deutschland, der Niederlande, Norwegen und Polen einweisen und konnte sich insgesamt von den Unterstützungsmöglichkeiten und der Leistungsfähigkeit des Gefechtssimulationszentrum Heer vor Ort überzeugen.

Während der Übung wird ein fiktives Szenario im Rahmen eines Nato Artikel 5 Einsatzes als hochintensive Operation in einem hybriden und umfassenden Umfeld realitätsnah trainiert. Dabei steht die Zusammenarbeit und Synchronisation der Führungsprozesse der Gefechtsstände im multinationalen Umfeld über die unterschiedlichen Ebenen (Brigade - Division - Korps - LCC) im Mittelpunkt. Durch einheitliche Führung wird der NATO-Führungsprozess unter Berücksichtigung nationaler Besonderheiten trainiert.

Das I. Deutsch/Niederländische Korps bildet dabei die Trainingsplattform für die Divisionsebene sowie zwei Brigaden und nutzt das Gefechtssimulationszentrum Heer, das für diese Übung über 200 Simulationsrechner vernetzt zum Einsatz brachte. Alle Aufbauplätze, Technik- und Gefechtsstandgebäude der Rhönkaserne waren belegt.

Ausbauen und verbessern

Die Übung spiegelt den aktuellen Ausbildungsstand und den Stand der Einsatzbereitschaft der Gefechtsstände der Großverbände in einem multinationalen Szenar, an dem auch internationale Hilfsorganisationen beteiligt waren, wieder. Die Art und Weise der Zusammenarbeit und die Anwendung einheitlicher Planungs- und Führungsprozesse sowie die Herausforderungen die sich aus der Internationalität (von unterschiedlichen Führungsmitteln) ergeben, sollen stets ausgebaut und verbessert werden.

Darüber hinaus wurde General Zorn durch den Leiter des Gefechtssimulationszentrum Heer, Oberst Jürgen Steinberger, in das hochmoderne 3D-Simulationssystem, das nun von der Zug- auf die Kompanieebene erweitert werden soll, eingewiesen.