Demnach gibt es nur dann Neuausweisungen, wenn keine Innenpotenziale mehr zur Verfügung stehen. Hintergrund sind zunehmende Leerstände in den Ortskernen und viele unbebaute, aber voll erschlossene Grundstücke.

Zum Bundesverkehrswegeplan war ursprünglich die Fortschreibung nicht konkretisiert. Der Gemeinderat hatte sich gewünscht, dass die "Bundesstraße 286 neu" weiterhin im vordringlichen Bedarf bleibt. Für die Weiterentwicklung ist nun aufgenommen, dass die Gemeinde angehört wird. Für Gerhard Fischer (FWG Eltingshausen) war dies zu allgemein: "Was nützt das, was drin steht, wenn konkret nichts - wie seit Jahrzehnten versprochen - folgt." Damit mahnte er einmal mehr die überlasteten Ortsdurchfahrten Eltingshausen und Oerlenbach an.

Der Gemeinderat hatte auch zu Einzelhandelsgroßprojekten in zentralen Orten Stellung bezogen. Die Fortschreibung lockerte die Festlegung dahingehend, dass sich etwa ein Babyfachmarkt auch in einer kleineren Stadt niederlassen kann, wo eine Entbindungsklinik wie in Werneck vorhanden ist.

"Unsere Stellungnahmen haben sich ausgezahlt. Die Basis kann also doch nach oben hin Verbesserungen erreichen", fasste Bürgermeister Siegfried Erhard (CSU) zusammen. Sein Stellvertreter Franz Kuhn (Bürgerblock Oerlenbach) ergänzte, dass im Landkreis Schweinfurt zusätzliche Bereiche als allgemeiner ländlicher Raum mit besonderem Handlungsbedarf deklariert wurden. Zu dieser Kategorie zählt bereits der gesamte Landkreis Bad Kissingen. Gut sei dies für Zuwendungen, beispielsweise für die Erschließung des Gewerbeparks Oerlenbach/Poppenhausen.