Jedes Jahr ist nicht nur für die Anwohner, sondern auch für die Vereine Weihnachtszeit. Denn nur gegen Jahresende gibt ihnen die Gemeinde Wartmannsroth ihre jährliche Bewilligung von Zuschüssen. In der Regel seien es 15 Prozent, erinnerte Bürgermeister Jürgen Karle an die Tradition.
So kann sich der Schützenverein Almrausch auf eine gemeindliche Zuwendung in Höhe von rund 4600 Euro freuen. Umbauten im Schwärzelbacher Schützenhaus und eine neue elektronisch überwachte Schieß-anlage erforderten eine Gesamtinvestition in Höhe von mehr als 30 000 Euro von den Schützen. Der Beschluss erfolgte mit 14:1 Stimmen.
Genau so war die Stimmverteilung für die Unterstützung der Caritas mit rund 1100 Euro sowie für die Musikvereinigung Wartmannsroth mit Zuschüssen in Höhe von 374 Euro zur Anschaffung neuer Trachten und 570 Euro zur Musikausbildung des Nachwuchses. Völlig einig waren sich die Räte lediglich bei den 727 Euro Zuschuss für die Spielvereinigung Wartmannroth-Völkersleier zur Unterstützung der Dachsanierung.
Weiterhin in der bewegten Diskussion ist die gerechte Handhabung bei den Zuschüssen an junge Familien, die sich in den Dorfkernen ansiedeln wollen. Jetzt beschlossen die Räte mit 12:3 Stimmen, die Richtlinie über die gemeindlichen Zuschüsse überarbeiten zu lassen und über die jeweiligen Änderungen gesondert zu entscheiden. Einen generellen Auslauf der bestehenden Richtlinie zum 30. Juni 2013 lehnten sie mit 9:6 Stimmen ab.
Anlass für diese Überlegungen war ein Bürgermeistertreffen zum Thema Ortskernentwicklung bei der ILEK, über das Karle berichtete. "Soll unsere Richtlinie so bleiben oder wollen wir uns auf die gemeinsame Allianz-Schiene begeben?", hatte sich Karle überlegt. Zweiter Bürgermeister Edgar Lutz machte auf mögliche Probleme bei den Alt- und Übergangsfällen von Anträgen aufmerksam. Verwaltungs-Geschäftsführer Daniel Görke und Joachim Lutz wiesen auf die Möglichkeit von individuell zu regelnden Übergangszeiten hin. "Wir sollten jedenfalls den finanziellen Anreiz für Ansiedlungen in den Ortskernen weiterhin bieten", meinte Christian Kohlhepp. Thomas Kleinhenz wies auf die Förder-Möglichkeiten im Rahmen der Dorferneuerungen hin und Brigitte Haas machte auf die Förderquelle "Leader plus" aufmerksam.
Auf die konsequente Nachprüfung oder bauliche Überwachung der Entwässerungsanlagen in Neubauten kam Görke zu sprechen, als die neue Entwässerungssatzung jetzt einhellig verabschiedet wurde. "Auch nachträgliche Dachausbauten müssen der Gemeindeverwaltung gemeldet werden", machte Görke deutlich, dass die unterlassene Meldung kein Kavaliersdelikt sei. "Das sind Gelder, die der Allgemeinheit der Gebührenzahler verloren gehen", so Görke. In nachgewiesenen Fällen würden jetzt erhebliche Bußgelder drohen.