Die "unendliche Geschichte" nähert sich dem Abschluss. Hatten die Arnshäuser noch 2012 im Rathaushof für ihren damals seit 40 Jahren zugesagten Radweg demonstriert, so hat der Bauausschuss nun am Dienstag eine weitere, kleine Weiche für dessen Realisierung gestellt.

Die Stadt war von der Regierung von Unterfranken aufgefordert worden, zum Plangenehmigungsverfahren für den Teilabschnitt von der geplanten neuen Bahnunterführung bis in den Stadtteil Arnshausen Stellung zu nehmen. Wie zu erwarten war, hatte der Bauausschuss keine Einwände, da die Maßnahme mit der Stadt abgestimmt ist.

Zuvor hatte Stadtplaner Wolfgang Russ darauf hingewiesen, dass für den Bereich längs der Rudolf-Diesel-Straße, kein Plangenehmigungsverfahren nötig ist, hier sei bereits durch den Bebauungsplan "Gewerbegebiet Bad Kissingen Süd" Baurecht geschaffen worden. Im folgenden Abschnitt zwischen Gewerbegebiet und Bahnlinie handle es sich um die Verlegung eines landwirtschaftlichen Weges, für den ebenfalls keine Plangenehmigung erforderlich sei.

Russ ging auch kurz auf die geplante Bahnunterführung für den Geh- und- Radweg ein, die südlich der bisherigen Unterführung der Bundesstraße liegt. Diese werde gut acht Meter lang und fünf Meter breit sein und sich im Notfall sogar für einen Umleitungsverkehr eignen.


Im Zeitplan

"Wir sind so weit gekommen wie seit Jahren nicht", sagte Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD), der das Engagement von Staatssekretär Gerhard Eck (CSU) hervorhob, der sich mit großem Engagement für den Geh- und Radweg eingesetzt habe. Der Vermittlung Ecks sei es auch zu verdanken, dass ein schlimmstenfalls mehrjähriges Planfeststellungsverfahren in Sachen Bahnunterführung vom Tisch ist. Die Deutsche Bahn habe eingelenkt und sich gesprächsbereit gezeigt. "Wir liegen im Zeitplan, 2015 wird das Ding eingeweiht", betonte der Oberbürgermeister. Gleichzeitig erinnerte Blankenburg daran, dass die Stadt gute Vorarbeit geleistet und die notwendigen Grundstücke gekauft habe.

Versprochen worden war den Arnshäusern der Geh- und Radweg bereits mit dem Eingemeindungsvertrag anno 1972. Nach Jahren des Dahindämmerns - trotz massiver Proteste aus Arnshausen - wurde das Thema wieder aktuell, als im Zuge des Baus der A 71 die Bundesstraße 286 zwischen Bad Kissingen und der Autobahn neu gebaut werden sollte. Da die "B 286 neu" nach wie vor auf sich warten lässt, wurde der Radweg von dieser Baumaßnahme entkoppelt.