Es ist eine Szenerie zum Innehalten, wenn die weitläufige Anlage des Parkfriedhofs mit der schlichten Gedenkstätte zum Gedächtnis der Opfer von Gewalt aller Nationen von den Fahnen vieler Stadtteilvereine und der Ehrenwache der Bundeswehr am Mahnmal umrahmt wird. Wenn zu Beginn der Gedenkstunde im Parkfriedhof der Gesangverein Harmonie Arnshausen den Choral "Wer nur den lieben Gott lässt walten"anstimmt und das Jugendmusikkorps "Ich hatt‘ einen Kameraden" spielt.

Böllerschüsse aus der Ferne gemahnten an die Schrecken der Kriege, als Oberbürgermeister Kay Blankenburg am Mahnmal einen Kranz niederlegte. Besonders in diesen stillen Tagen werde in den Medien an viele Ereignisse vergangener Tage erinnert, die uns nachdenklich machen, meinte er. "Mitgefühl wird wach in unserem Denken, und wir ergreifen die Sichtweise der Opfer von Krieg und Terror, von Flucht und Vertreibung, von Ghetto und Mauer". Er fordert zu Respekt und Toleranz auf, auch für die Bundeswehr und die Zivilisten, die in den Krisengebieten im Einsatz sind und erinnerte an das Glück unserer Generation, die die längste Periode des Friedens in unserem Land erleben darf. Selbstverständlich sei das nicht, schloss das Stadtoberhaupt, erinnerte an das unsägliche Leid der Familien, denen nach vergeblicher Hoffnung Todesnachrichten überbracht worden seien, und rief ihnen zu: "Ihre Angehörigen sind verstorben, aber nicht vergessen".