Zum Auftakt des Dorfplatzfestes am Samstag, 18. August, segnet Pfarrer Peter Okafor nach dem Gottesdienst den gebraucht erworbenen Gerätetransportwagen der Freiwilligen Feuerwehr Oerlenbach. Das Fahrzeug ist eine Ergänzung, um die Einsatzfähigkeit weiter zu verbessern.
Vor mehr als einem Jahr hatten Kommandanten, Gruppenführer und Vorstand des Feuerwehrvereins beschlossen, ein weiteres Fahrzeug zu beschaffen. "Nach Übungen und Einsätzen mussten wir schmutzige Schläuche in unserem Mehrzweckfahrzeug 11/1 lagern. Bei Einsätzen auf der Autobahn A 71 wollten wir ferner mobiler sein, um den Verkehr zu regeln und die Eigensicherheit zu erhöhen", erklärt Kommandant Reiner Kuhn. Ziel war ein Auto mit Ladekapazität bis maximal 3,5 Tonnen, damit jeder mit "normalem" Führerschein hinters Steuer könne.
"Im Internet wurden wir fündig: Die Feuerwehr in Nidda (Hessen) bot ihr fast 20 Jahre altes Transportfahrzeug zum Verkauf an", erinnert sich Kuhn. "Mit acht Mann fuhren wir los und schauten uns das Auto an. Es entsprach in jeder Hinsicht unseren Vorstellungen. Preis und Leistung passten. Wenige Tage später erhielten wir den Zuschlag zu 3750 Euro." Am 2. Dezember wurde das Fahrzeug überführt und im Feuerwehrhaus untergebracht.
Besen, Schaufeln und Fässer"Für uns war gut, dass das Fahrzeug rot lackiert war sowie Blaulichtbalken einschließlich Lautsprecher für Durchsagen, Martinshorn und Funkgeräte auf Vier-Meter-Basis besaß", erklärt Kuhn, "wir mussten eigentlich nichts investieren. Das Auto hatte nur die üblichen Benutzungsspuren. Die Ladefläche bestückten wir mit Besen, Schaufeln, Fässern mit Ölbinder sowie einem Absperrsatz mit Leitkegeln und Warndreiecken." Damit bleibe die Hälfte der Ladekapazität frei, um weitere Materialien aufzunehmen.
Bei Kreisbrandrat Benno Metz wurde der Funkrufname "Florian Oerlenbach 89/1" beantragt. Die Zusage folgte wenig später, so dass das Fahrzeug längst in Dienst gestellt werden konnte. Das Führerhaus bietet für fünf Personen Platz. Dieser werde für nachrückende Kräfte genutzt. Als Stützpunktwehr verfügt die Feuerwehr Oerlenbach zudem über ein Löschfahrzeug LF 16/12 mit Baujahr 1992 und einen fünf Jahre alten Sprinter als Mehrzweckfahrzeug.
Gerne hätte sich die Wehr einen Zuschuss der Gemeinde gewünscht. Vor dem Kauf lief ein Gespräch beim Bürgermeister. "Dort blieb der Geldbeutel zu. Eine Ausnahme wurde verweigert, da die Ausstattungsrichtlinien diese Ergänzung nicht beinhalten", sagt Kommandant Kuhn etwas enttäuscht. So habe der Feuerwehrverein das Auto allein finanziert, das auch die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-OEL) verwenden kann.
Weihe und DorffestDer Gottesdienst beginnt am Samstag, 18. August, um 18.30 Uhr. Dann folgt die Fahrzeugweihe, bevor im und am Feuerwehrhaus der Festbetrieb startet. Der Erlös wird für die Finanzierung des Autos verwendet.

Das Fahrzeug: VW-Bus T4 mit Pritsche und Planverdeck; Baujahr 1992; Leistung 62 KW (85 PS); zulässiges Gesamtgewicht 3,5 Tonnen; Funkrufname "Florian Oerlenbach 89/1"