Die Freiwillige Feuerwehr Stangenroth freut sich über ein neues Fahrzeug und ein neues Feuerwehrgebäude. Zum Festakt anlässlich des 140-jährigen Bestehens der Wehr wurde das Haus und das Fahrzeug von Pfarrer Stephan Hartmann gesegnet und Bürgermeister Waldemar Bug übergab dem Kommandanten der Wehr, Sebastian Metz, in einem feierlichen Akt die Schlüssel für Haus und Fahrzeug.

Nach dem Festgottesdienst in der Kirche in Stangenroth gedachte der Vorsitzende der FFW Stangenroth, Lorenz Höchemer, am Kriegerdenkmal der Toten. "Seit 140 Jahren haben sich hier Menschen unseren Wahlspruch ,Gott zur Ehr - dem Nächsten zur Wehr' zu eigen gemacht. Diesen wollen wir heute gedenken", so seine Worte. Nachdem der Kranz niedergelegt worden war, zog man unter der Klängen des Musikvereins Stangenroth zum Feuerwehrhaus.

Gewaltiger Kraftakt

"Die technische Runderneuerung der Freiwilligen Feuerwehren ist jetzt beendet", sagte Bürgermeister Waldemar Bug. "Für die Gemeinde war dies ein gewaltiger finanzieller Kraftakt, der jedoch notwendig war." Im Juni 2012 sei der Bau beschlossen worden, insgesamt wurden acht Gewerke vergeben, die Firmen leisteten laut Bug hervorragende Arbeit. "Ich danke den örtlichen Floriansjünger für ihr ehrenamtliches Engagement, ohne das man ein solches Projekt nicht hätte verwirklichen können", sagte Bug. Die Außenanlage sei von den Feuerwehrleuten gestaltet worden. Glücklich zeigte sich Bug darüber, dass die Fertigstellung des neuen Gebäudes und der Kauf des Fahrzeugs zeitgleich erfolgen konnten.

Der Kommandant der Stangenrother Wehr, Sebastian Metz, freute sich, dass die Ausrüstung nun wieder auf dem neuesten Stand sei. Das Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser habe man am 16. Oktober abgeholt und auch das Feuerwehrhaus werde in Kürze fertiggestellt werden. Dabei dankte Metz dem Bürgermeister, dem Markt, dem Gemeinderat und auch der Kreisfeuerwehrführung für deren Einsatz für die Feuerwehr.

Das Engagement der Helfer bei der Feuerwehr lobte Metz ausdrücklich. "Nur weil ihr so zahlreich geholfen habt, konnten die Arbeiten rund ums Haus so schnell ausgeführt werden." Innerhalb von 14 Tagen sei die Außenanlage fertiggestellt worden. "In Zahlen bedeute das: 480 Quadratmeter Pflaster, 150 Meter Rabatten, Bordsteine und Rinnen, zwölf Kubikmeter Beton und 25 Kubikmeter Splitt wurden bisher in etwa 1000 Helferstunden verarbeitet", lobte der Kommandant.

Leiterwagen ist 111 Jahre alt

In der Rhönfesthalle, zu der sich der Zug unter Musikbegleitung aufmachte, wurde das Ereignis groß gefeiert. Hierzu war die Bühne sehr geschmackvoll hergerichtet worden. Eine pferdegezogene Handpumpe war ebenso zu sehen wie ein alter Leiterwagen, der laut Vorsitzendem Lorenz Höchemer bereits 111 Jahre alt ist. Doch dies ist natürlich schon lange Historie.

Das Tragkraftspritzenfahrzeug hat eine Motorleistung von 180 PS und bietet Platz für sechs Personen, was einer Staffel bei der Feuerwehr entspricht. Integriert sind unter anderem ein zusätzlicher Löschwassertank, der 600 Liter fasst, eine ultraleichte Tragkraftspritze und ein Greifzug. Die Ausrüstung wird durch einen Absturzsicherungssatz, eine Motorsäge, 200 Meter Schläuche, vier Atemschutzgeräte und einem pneumatischen Lichtmast ergänzt.