Ein Nahkauf, ein Metzger, ein Arzt kann zentral im Rathaus aufgesucht werden - dies reicht Klemens Müller nicht aus, um die Grundversorgung in Motten gesichert zu wissen: "Wir haben kaum noch Infrastruktur. Für die Mottener ist das normal. Aber Neuzugänge wundern sich."
Bei der jüngsten Bürgerversammlung hatte er daher die Bildung einer Arbeitsgruppe angeregt, die sich dieses Problems annehmen solle. Ein Gremium soll auf die Beine gestellt werden, das "von vornherein sagt: Ja, hier wollen wir was tun", sagt der Mottener. Bedarfsermittlung, Setzen von Prioritäten, abklären, was gesetzlich möglich ist, man will "professionell und gezielt vorgehen".
Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Bildung der Arbeitsgruppe. Müller möchte "mehr Angebote im eigenen Ort haben", Bürgermeister Jochen Vogel (CSU) sieht darin eine "Steigerung der Attraktivität". Gemeinderat Alfons Erb (WG Motten) betonte, dass die Arbeitsgruppe "in keiner Konkurrenz zu anderen Nahversorgungskonzepten" zu sehen sei. Interessierte, die die Arbeitsgruppe unterstützen möchten, können sich bei der Gemeinde melden.
Die Bausubstanz beim alten Pfarrhauses und beim Gemeindehaus in Kothen waren ebenfalls Themen im Gemeinderat. Auch hier gebe es Handlungsbedarf. Doch seien konkrete Pläne erst nach fachkundiger Begutachtung möglich, so Bürgermeister Jochen Vogel. Die Kosten hierfür könnten bei einem fünfstelligen Betrag liegen. Das Konzept sei im Rahmen der Rhönallianz förderfähig, informierte der Bürgermeister. Für Investitionen brauche die Gemeinde Grundlagen. Die Erstellung eines Gutachtens wurde einstimmig befürwortet.