"Der Erschließungsvertrag ist mit der Bedingung fortgeschrieben worden, dass die Tiefbaufirma spätestens am 1. Oktober mit der Erschließung beginnt", erklärte Bürgermeister Ernst Stross (SPD). In einem Pressegespräch informierte er über das Ergebnis der nicht-öffentlichen Stadtratssitzung am 30. Juli.
Demnach wurde der Beschluss gefasst, dass die Stadt ab dem 31. Dezember 2013 bis zu zehn Grundstücke auf dem Areal kauft. Bis dahin muss die PBI GmbH aber versuchen, alle freien Grundstücke zu verkaufen. Kürzlich waren das noch 14 von insgesamt 28 Grundstücken des Wohngebiets.
Stross begründete die Entscheidung damit, dass für die bisherigen Käufer und die Interessenten ein Zeichen des Vertrauens gesetzt werden soll. Außerdem soll durch den Kauf das Angebot an städtischen Grundstücken erweitert werden. Die Stadt kauft die Flächen zu demselben Preis, zu dem PBI die anderen Grundstücke verkauft hat, betonte Stross.
PBI ist nach wie vor Bauträger für die "BerlinerArea". Für die Bauüberwachung der Erschließung ist ein Planungsbüro zuständig. Die Arbeiten selbst übernimmt das Unternehmen Karlein. Für die Erschließung sind 85 Werktage festgesetzt. Eine Unterbrechung ist jedoch aus Gründen höherer Gewalt zulässig, also zum Beispiel bei Frost oder starken Niederschlägen. Es gibt drei gestaffelte Bauabschnitte. Zuerst müssen die Hausanschlüsse zum bereits verlegten Kanal gezogen werden. Der zweite Abschnitt umfasst den Straßenbau und der dritte die Restarbeiten. Die Stadtwerke können gleichzeitig ihre Leitungen verlegen.
Die Raiffeisenbank Nüdlingen übernimmt laut Stross die Finanzierung der Erschließung. Es habe eine Erweiterung der Kredite gegeben. Das Geld aus den Grundstücksverkäufen gehe an die Bank, sagte Stross. Er sprach von einer Dreiecksbeziehung zwischen Stadt, Raiffeisenbank Nüdlingen und PBI.
Dass es Beunruhigung bei den bisherigen Grundstückskäufern gab, bezeichnete Stross als nachvollziehbar. Mit dem Beschluss soll die Unsicherheit beendet sein. Die Vorzüge der Grundstücke hätten sich nicht geändert. Das Problem sei gewesen, dass sich PBI auf einen Investor verlassen habe.