"Um einen größeren Veranstaltungsraum zu gewinnen, wurde in der ehemaligen Pfarrwohnung im Untergeschoss eine Zwischenwand entfernt und ein Stahlträger eingezogen. So entstand ein Raum von rund fünf Metern Breite und neun Metern Länge, der rund 50 Personen aufnehmen kann und der vielseitig nutzbar ist.
Sanitärräume wurden renoviert, bzw. sogar neu eingerichtet, ebenso Abstellraum, Flur und Archiv. Mit dem Einbau einer kleinen Küche wurde auch sichergestellt, dass kleine Gerichte "ohne der örtlichen Gastronomie zu schaden" für kirchliche Veranstaltungen zubereitet werden können. Allerdings wurden bei den Bauarbeiten auch Mängel am Dachstuhl und an der Dacheindeckung festgestellt und im Zuge der Baumaßnahme ebenfalls beseitigt.

Ohne Verschuldun


Alles in Allem haben Umbau- und Renovierungsarbeiten rund 120.000 Euro gekostet. 50.000 Euro steuert die Diözese Würzburg bei, den Rest von ganz knapp 70 000 Euro stemmt die Kirchenstiftung Albertshausen. "Ganz ohne Kapitalaufnahme" wie Kirchenpfleger Werner Schießer stolz vermeldet.

470 Mitglieder hat die Kirchengemeinde, "aber nur etwa 15 Prozent davon sind auch regelmäßige Kirchgänger" vermeldet Schießer. Insgesamt rund 40 Kirchenmitglieder haben beim Umbau auch Hand mit angelegt. So wurden in 1500 Arbeitsstunden durch die Gläubigen Fußböden verlegt, sämtliche Malerarbeiten ausgeführt und alle Vorhänge in Eigenleistung daheim von den Frauen genäht. Bis es jedoch soweit war, musste viel Vorarbeit geleistet werden. So wurden Wände eingerissen, Türen und Fenster ausgebaut, Dachstuhl und Ziegel erneuert, und Fußbodenbeläge wurden entfernt und neu verlegt.

"Auch um die Wohnung im Obergeschoss wieder herzurichten, bedurfte es mehr als nur ein paar Eimer Farbe", berichtet der Kirchenpfleger, der selbst fest mit angepackt hat. Persönlich hat er zusammen mit Pfarrer Edwin Ziegler allen Beteiligten im Rahmen eines im Januar stattgefundenen Helferfestes schon gedankt, denn " es wurde im vergangen Jahr enorm viel von den freiwilligen Helfern geleistet, ohne deren Hilfe wäre das Projekt nicht realisierbar gewesen". Dies spiegelt sich auch darin wieder, dass die Diözesanbauverwaltung ursprünglich von weit höheren Renovierungskosten ausging.

Dennoch mussten viel Gewerke an ortsansässige, oder regionale Handwerksfirmen vergeben werden. Der neue Mehrzweckraum ist nun fertig und wird bereits genutzt für die Gestaltung der Kinderkirche, für Kommunion- und Firmunterricht, Ministrantenausbildung, Gruppenabende des Hauskreises, Versammlungen des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung, Seniorennachmittage oder kleinere Veranstaltungen der Kirchengemeinde.