Der Bagger soll unter anderem dafür verwendet werden, das sehr große Wegenetz in Schuss zu halten, das im Zuge des Flurbereinigungsverfahrens entstanden ist und von der Gemeinde unterhalten werden muss. Bankette, Wassergräben und Durchlässe könnten dann mittels Bagger bearbeitet werden. "Wenn wir einen Bagger über Fremdfirmen mieten, müssen fast immer längere Wartezeiten in Kauf genommen werden", sagte Bürgermeister Waldemar Bug (ödp). Mit eigenem Gerät wäre man flexibel und könnte die Arbeiten zeitnah erledigen. Kümmere man sich schnell um den Unterhalt, könne man die Lebensdauer von Schotterwegen verlängern, so dass man größere und kostenintensive Wegesanierungsmaßnahmen hinausziehen könne.

Im Moment ist laut Bug zwar ein Heckbagger im Einsatz, dieser erweist sich aber wohl oft nicht als praktikabel. Für einen gebrauchten Minibagger dieser Klasse müsse man mit rund 40 000 Euro an Kosten kalkulieren. Frank Heckelmann (WG Waldfenster) fragte, ob man für das Führen des Baggers einen speziellen Führerschein benötigt. Bug entgegnete, dass Personal im Bauhof im Einsatz sei, das mit der Führung des Baggers vertraut ist. Siegbert Fehr (CWG Lauter) hielt es für gut, dass die Gemeinde sich einen eigenen Bagger kaufen will. Georg Rottenberger (CSU) zeigte sich hingegen überzeugt davon, dass der Bauhof schon jetzt sehr gut ausgestattet sei. "Muss es ständig das Neueste vom Neuesten sein? Kommt das Ausleihen wirklich so teuer?", sagte er. Viele Stunden müsste mit dem Bagger gearbeitet werden, damit er sich lohne. Er hielt es für möglich, sich im Zuge der kommunalen Zusammenarbeit ein gemeinsames Gerät anzuschaffen.

Bug hielt dem entgegen, dass allein in diesem Jahr schon rund 13 000 Euro an Miete für einen Leihbagger angefallen sind. Dadurch, dass man kurzfristig agieren könne, könne man an anderer Stelle Kosten sparen. Sandro Kirchner (CSU/Bürgerblock Premich) fragte, ob der Andrang bei Leihbaggern tatsächlich so groß sei. Dies bestätigte Bürgermeister Bug: Vor allem in den Sommermonaten warte man mehrere Wochen, bis man einen Leihbagger erhalte. Johannes Schlereth (WG Waldfenster) meinte, dass man ein umfangreiches Wegesystem mit Gräben unterhalten müsse. Wenn der Bagger vernünftig ausgelastet wird, dann werde er sich lohnen.

17 Gemeinderäte votierten dafür, dass die Verwaltung beauftragt wird, Angebote bis zu einer Obergrenze von 40 000 Euro einzuholen, drei stimmten dagegen.