Acht Strömungsretter der Bad Kissinger DLRG waren am Wochenende in Schleching (Lkr. Traunstein) im Einsatz für den Katastrophenschutz. Der Ort an der Tiroler Ache ist den DLRGlern bestens bekannt, da sie hier regelmäßig im Wildwasser üben. Im aktuellen Schneechaos stellten die Einsatzkräfte ihre Erfahrung und Kompetenz im Bereich Seiltechnik sowie das notwendige Material zur Absicherung bei der Befreiung von Dächern von der Schneelast zur Verfügung. Haus für Haus wurden Absicherungen aufgebaut, die Helfer bei ihrer Arbeit auf den hoch verschneiten Dächern gesichert, und auch beim Schneeschaufeln tatkräftig zugepackt.

Bereits seit Tagen sind bayernweit DLRG-Einheiten punktuell bei entsprechenden Schneelagen im Einsatz. Am Sonntag hat die DLRG-Bayern auf Anforderung der Katastrophenschutzbehörde weitere Einsatzkräfte, darunter sechs Wasserrettungszüge aus allen bayerischen Bezirken, mit insgesamt mehr als 300 Einsatzkräften in das Katastrophengebiet entsandt.

Erfahrungen mit einer Schneekatastrophe konnte die DLRG Bayern bereits im Jahr 2006 im Bayerischen Wald sammeln. Philipp Straub von der DLRG Bad Kissingen übernahm für den Katastrophenschutzzug Unterfranken die Rolle des Fachberaters Seiltechnik. Sein Fazit: "Die Strömungsretter-Einheit hat gezeigt, dass sie sich nicht nur in Hochwasserlagen, sondern auch bei speziellen Einsätzen bewährt." Da die kritische Wetterlage in Oberbayern weiter anhalten soll, gilt für die Kissinger Einsatzkräfte "Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz" - eine entsprechende Bitte zur weiteren Unterstützung im Katastrophengebiet ist bereits beim Ortsverband Bad Kissingen eingegangen.