Es ist schon fast Gewohnheit: Auch für dieses Jahr erhielt die Grundschule Burkardroth wieder die Auszeichnung "Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule". Bereits zum 9. Mal konnte die grüne Umweltfahne im Schulgebäude gehisst werden.
Das Prädikat erhielten heuer 348 bayerische Schulen, sagte Schulleiterin Claudia Klaas bei der kleinen Feierstunde in der Premicher Turnhalle. Das sind 28 Schulen mehr als im Jahr zuvor.
Im Landkreis sind in diesem Schuljahr drei darunter, nämlich Burkardroth, Nüdlingen und Euerdorf.

Wie jedes Jahr war eines der beiden Themen der Schulwald, der zu einem "Zauberwald" gestaltet werden soll. Dabei waren die Schüler sehr kreativ, sagte Klaas. So seien zu bestimmten Tieren Geschichte oder Reime geschrieben worden, die an den aufgestellten Schautafeln im Schulwald nachzulesen sind. Entsprechend dazu töpferten die Kinder Igel, Mäuse und Vögel, bastelten "Doseneulen", "Steinmarienkäfer" und riesige "Holzschnecken". Aber auch "Drahtblätter" und bunt bemalte "Zauberwurzeln" und neben anderem auch Musikinstrumente aus Naturmaterialien.


Gewässer erforschen

Beim zweiten Thema befassten sich die Kinder mit dem Thema Wasser. Mit Forscherutensilien ausgestattet erkundeten sie die Gewässer in der Schulumgebung um zu erforschen, ob sie denn wirklich so sauber seien wie sie aussehen. Im Ergebnis stellten sie anhand der vielen Wasserbewohner fest, dass die Gewässer allesamt noch recht intakt seien.

Die Idee der Schülerinnen und Schüler, den ausgetrockneten Schulteich am Schulhaus in Premich wieder zum Leben zu erwecken, scheiterte jedoch. Denn ohne großes Gerät konnte dieses Projekt nicht verwirklicht werden. Die Wiederbelebung soll aber im kommenden Schuljahr in Angriff genommen werden.

Auch im nächsten Jahr wird sich die Grundschule Burkardroth wieder um die Auszeichnung als Umweltschule bewerben. Über die Themen, Schulwald und Nachhaltig leben, sollen sich die Kinder schon jetzt Gedanken machen. Bürgermeister Waldemar Bug beglückwünschte die Schüler zu ihrer Auszeichnung. "Ich finde das gut, dass ihr euch um die Umwelt kümmert", sagte er. Denn Wasser und Wald seien für die Umwelt enorm wichtig.


Wasserspender für die Schulgebäude

Das Geheimnis um den schwarz verhüllten Kasten im Premicher Schulgebäude ist gelüftet: Es ist ein Wasserspender, der für die Schüler aufgestellt wurde. Je nach Vorliebe können die Mädels und Jungs jetzt ihre Trinkflaschen mit gekühltem, normalen oder "sprudelichem" Wasser befüllen. Mit dem Gerät wird auch ein Beitrag zur Müllvermeidung geleistet, bezeichnete Schulleiterin Claudia Klaas den Wasserspender als "eine tolle Sache". Das erste Glas bekam Bürgermeister Waldemar Bug, der mit Klaas und Belinda Hümpfner-Geis vom Elternbeirat anstieß.