Von Ort zu Ort und von Kirche zu Kirche ging die Fußwallfahrt der Pfarrei St. Maria Magdalena. Stadtpfarrer P. Markus Reis hatte die Idee zu dieser besonderen Wanderung durch die Gemeinden und Kirchen der Pfarrei. "Sieben-Kirchen-Wallfahrt" lautete der Name. Besucht wurden dabei alle sieben Gotteshäuser und im Vorbeigehen die Kirchenruine am Michelsberg.

"Es war ein ganz toller und wunderschöner Tag", betont Pater Markus Reis. Ihm hat vor allem gefallen, wie vielfältig und unterschiedlich sich die einzelnen Kirchengemeinden der Pfarrei präsentiert haben. So gab es in jeder der besuchten Kirchen eine Führung. Diese übernahm ein Vertreter der jeweiligen Kirchengemeinde. "Das war sehr lebendig, weil die Kirchen von unterschiedlichen Leuten vorgestellt wurden", betont Pater Markus.

Gebete für die Gemeinden

Kommunionhelfer und Gottesdienstbeauftragte der Kirchengemeinden hatten für die kurzen Andachten in ihren Kirchen jeweils Fürbitten vorbereitet, die ganz speziell Anliegen der jeweiligen Ortschaft angesprochen haben. Diese Anliegen seien sehr persönlich und individuell gewesen. "Die Fürbitten waren in der Sprache der Leute". Das hat Pater Markus sehr berührt, egal ob es um die Bitte nach Zusammenhalt für die Kindergartensanierung ging oder um die Trauer über die Todesfälle in Reichenbach in diesem Jahr.

Stärkung für die Wallfahrer

Die Etappen von Kirche zu Kirche musste nicht in einer geschlossenen Wallfahrerformation absolviert werden. Jeder durfte seinen eigenen Rhythmus gehen. Manchmal lag die Gruppe 200 Meter auseinander, ehe man sich am nächsten Stopp wieder traf. In Althausen, an der Talkirche, in Reichenbach und in Münnerstadt erwartete die gläubigen Wanderer eine Stärkung. Es gab Getränke und auch Kuchen.

Rund 30 Wallfahrer waren auf jeder der einzelnen Etappen mit dabei. Pater Markus Reis hat die Gesamtstrecke von 26 Kilometern bewältigt. Andere wiederum waren nur auf einer Teilstrecke unterwegs wie die Althausener Kirchenpflegerin Anne Bieberich. Sie stieß in ihrem Heimatort zur Gruppe und lief bis zur Talkirche. "Es war eine nette Sache", findet Anne Bieberich. Es sei schön, dass man bei dieser Wallfahrt etwas über die anderen Kirchen der Pfarrei erfahre. Außerdem lerne man Pfarreimitglieder aus den anderen Ortschaften kennen. Angenehm findet sie zudem, dass man auch Etappen gehen konnte.

Gut geplant war auch der Zeitplan der Fußwallfahrt. "Am Ende kamen wir mit zehn Minuten Verspätung in Münnerstadt an", sagt Pater Markus Reis.

Bei 26 Kilometern Wanderstrecke und sechs vorausgegangenen Kirchen mit Führungen und Rasten sei das auch bemerkenswert.